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Kanzleramtschef Braun: Dritte Welle könnte noch heftiger werden

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hält den verschärften Lockdown über Ostern für nötig, um die dritte Corona-Welle unter Kontrolle zu halten. "Wir müssen damit rechnen, dass diese dritte Welle, die jetzt begonnen hat, durchaus das Zeug hat, heftiger zu werden, als das, was wir an Weihnachten erlebt haben", sagte Braun am Dienstag im Radiosender Bayern 2. Die britische Mutante des Coronavirus mache in Deutschland mehr als 70 Prozent der Infektionen aus. "Und sie ist ansteckender und tödlicher." Deshalb sei es nötig, über eine Ruhezeit an Ostern die Notbremse zu ziehen.

"Wir haben sehr deutlich gesagt, dass wir auch die Auslandsurlaube nicht billigen werden", sagte Braun. Auslandsreisen könnten dazu führen, dass neue Mutanten nach Deutschland eingeführt würden. Deshalb solle für Reisende aus Risikogebieten auch weiter eine Quarantänepflicht gelten. Das könne auch Mallorca wieder treffen, wenn dort die Inzidenzen erneut steigen würden. "Das Virus verbreitet sich nun mal über Menschen, die reisen", sagte der CDU-Politiker.

Für die Zeit nach Ostern stellte Braun deutlich mehr Schnelltests und mehr Impfdosen auch für die Hausärzte in Aussicht. "Mitte Mai und im Juni werden wir eine hohe Geschwindigkeit beim Impfen haben, deshalb ist ja unser Ziel, im Sommer soll jeder sein Impfangebot gehabt haben, und dann können wir zur Normalität zurückkehren."