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Sie kamen von Tesla und Porsche: Piëch-Sohn Toni laufen die Top-Manager für sein Elektroauto-Startup weg

·Lesedauer: 2 Min.
Anton "Toni" Pïech neben dem Mark Zero, einer frühen Studie des für 2024 geplanten Serienmodells Pïech GT.
Anton "Toni" Pïech neben dem Mark Zero, einer frühen Studie des für 2024 geplanten Serienmodells Pïech GT.

Anton Piëch, der Sohn des Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch und Urenkel von niemand geringerem als Ferdinand Porsche, ist im Gegensatz zu seinen berühmten Vorfahren kein Ingenieur. Der Unternehmer mit dem prestigeträchtigen Familiennamen hat sich aber trotzdem dazu entschlossen, ganz gemäß der Familientradition, unter die Autobauer zu gehen.

2019 stellte Piëch auf dem Genfer Salon den "Mark Zero" vor, die Studie eines elektrisch angetriebenen Hochleistungscoupés im klassischen Stil. Für das Design und die damals genannten technischen Eckdaten bekam das in Zürich ansässige Startup in der Branche erste Anerkennung. Vergangenen Oktober konnte der unter dem Familiennamen des Co-Gründers firmierende Hersteller einen ersten fahrbaren Prototyp fertigstellen, was für Elektroauto-Startups wie Piëch Automotive schon als Meilenstein gewertet wird. Das Fahrzeug wird für weiterführende Tests verwendet.

Matthias Müller blieb kein Jahr

Hinter den Kulissen hatten sich derweil bereits einige Topmanager verabschiedet, die "Toni" Piëch einst öffentlichkeitswirksam für sein Unternehmen gewinnen konnte. Dies zeigt eine Recherche des "Spiegel". Zu dem einst stolz präsentierten Team gehörten unter anderem Jochen Rudat, der davor bereits Teslas Europa-Geschäft geleitet hatte, sowie der BMW-Mann Klaus Schmidt, der zum Chefingenieur von Piëch Automotive ernannt wurde.

Das wohl prominenteste Beispiel dürfte jedoch der ehemalige Porsche- und VW-Chef Matthias Müller sein, der 2020 begeistert zu Piëch Automotive stieß und für einige Monate die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden innehatte, bevor er das Unternehmen nach weniger als einem Jahr wieder verließ. Der heute 68-jährige Industrie-Veteran beäugte laut "Spiegel"-Informationen einige grundlegende Ideen Piëchs sehr kritisch, was teils zu lautstarken Auseinandersetzungen geführt haben soll.

Auch der Verkaufschef ist weg

Dem ursprünglich als CEO eingesetzten ehemaligen Burmester- und Porsche-Manager Andreas Henke soll es ähnlich ergangen sein. Er wurde im vergangenen Herbst erst zum Sonderberater des Verwaltungsratsvorsitzenden gemacht, bevor er Piëch Automotive diesen März dann komplett verließ. Auch Rudat, bei dem es sich um den "Head of Sales" des jungen Unternehmens handelte, soll mittlerweile seinen Hut genommen haben.

Anton Piëch lässt sich nicht entmutigen.

Auch wenn seine Autofirma offenbar mit schwerwiegenden Personalproblemen zu kämpfen hat, gibt Anton Piëch deshalb noch lange nicht auf. "Sowohl die Unternehmensentwicklung, die Finanzierung und die technische Entwicklung verlaufen plangemäß", ließ der Sprössling der Autoindustrie gegenüber dem Spiegel verlauten.

In einem Podcast des Fachmediums "Auto Motor und Sport" betonte er, dass er weiterhin nach hochkarätigen Talenten für sein Team Ausschau halte. Das Ziel: Den ursprünglich kommunizierten Serienstart des Piëch GT in zwei Jahren tatsächlich realisieren zu können. Ein Scheitern des Autobauers wäre schließlich schon alleine wegen des erfolgversprechenden Namens eine Schmach.

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