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Kaffeevollautomaten im Test: Das ist laut Stiftung Warentest der Beste

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 5 Min.

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Close-up of espresso pouring from coffee machine. Professional coffee brewing
Für Kaffeeliebhaber ist der Kaffeevollautomat oft das wichtigste Gerät in der Küche - gerade morgens. Welche lohnt sich - und welche nicht? (Symbolbild: Getty Images)

Ein Kaffeevollautomat ist ein Muss für jeden Kaffeeliebhaber. Wer sich einen zulegen will, hat jedoch die Qual der Wahl. Um die Entscheidung etwas leichter zu machen, hat Stiftung Warentest elf Geräte unter die Lupe genommen. Zehn davon schnitten gut ab - der Unterschied liegt im Geschmack und im Preis.

Für viele Menschen ist Kaffee Genussmittel, Wachmacher, Trostspender und Lebenselixier zugleich, und die meisten brauchen gleich morgens den Koffein-Kick in der Variante ihrer Wahl. Deswegen ist das wichtigste Gerät in der Küche von Kaffeeliebhabern ein Kaffeevollautomat, denn damit muss man sich nicht auf Filterkaffee beschränken, sondern hat von Cappuccino über Flat White bis Latte Macchiato meist alle Möglichkeiten offen.

Wer sich einen Vollautomaten zulegen will, sieht sich zunächst mit enormen Preisunterschieden von bis zu 600 Euro zwischen dem günstigsten und teuersten Gerät konfrontiert. Hier geht es darum, Prioritäten zu setzen: Wer auf einen Milchaufschäumer verzichtet, kann sparen. Auch sonst entscheidet oft die Vorliebe: Die einen schätzen viele Programme, andere eine leichte Handhabung, und Kaffeefans mit kleiner Küche wählen eher ein schmales Modell.

Kriterien, die auf den ersten Blick weniger ersichtlich sind, hat Stiftung Warentest geprüft. Elf Kaffeevollautomaten mit und ohne Milchaufschäumer hat die Organisation getestet und auf Kategorien wie Hygiene, Sicherheit, Schadstoffgehalt und auch Geschmack untersucht: Ein Team an “sensorisch geschulten Verkostern” inklusive professionellem Barista hat sich durch die Erzeugnisse von allen Kaffeevollautomaten getrunken. Der Gesamtsieger ist eindeutig.

Der Testsieger

Die Jura E6 schneidet mit der Note 1,8 am besten ab und produziert den Testern zufolge nicht nur den besten Milchschaum, sondern auch besonders leckeren, intensiven Espresso. Noch dazu wurde der Automat als vielseitig und mit guter Menüführung und einfacher Bedienung gelobt. Zwei Nutzerprofile lassen sich speichern, die Maschine ist schnell startklar, und mit einer Direkttaste lassen sich acht Getränke anwählen.

Auch bei den anderen Kriterien schnitt das Gerät gut ab. So ist sie geräuscharm, bietet eine hohe Sicherheit in der Handhabung und hat außerdem von allen getesteten Geräten den niedrigsten Stromverbrauch: Bei zwölf Bezügen frisst sie 145 Watt, während die zweitplatzierte Miele CM 5310 (mit durchschnittlich 850 Euro übrigens die teuerste Maschine im Test) 210 Watt für die gleiche Leistung benötigt. Die Krups EA8180 - der einzige Kaffeevollautomat, der bei Stiftung Warentest durchfiel - verbraucht hierfür sogar 252 Watt. Im Gegensatz zur Krups hat die Jura außerdem ein zuverlässiges, automatisches Reinigungsprogramm.

Abstriche mussten bei der Jura E6 lediglich bei der technischen Beurteilung gemacht werden, denn obwohl sich die Espressostärke variieren lässt, ist dies bei der Temperatur nicht möglich - Punktabzug. Besser schneiden hier die Melitta Avanza und die De’Longhi Dinamica ECAM 356.57 ab.

Die Geschmackssieger

Die Maschine gehört zudem in die obere Preisklasse. Wer vor allem Wert auf erstklassigen Geschmack legt, kann sich neben der Jura E6 auch für die Melitta Avanza zulegen, deren Espresso ebenfalls als sehr gut und intensiv bewertet wurde. Weiterer Pluspunkt: Die Getränkemengen sind über ein Drehrad stufenlos wählbar.

Dass die Melitta-Maschine dennoch nur auf die Note 3,1 kommt, liegt vor allem am gewöhnungsbedürftigen Menü und den Nickelwerten, die nach dem Entkalken oberhalb des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung lagen.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Der Melitta-Vollautomat ist also günstiger, schaffte aber kein gut in der Stiftung-Warentest-Prüfung. Wer beides will, sollte zur Philips EP3246/70 greifen, die mit gutem Espresso und sehr guter Milchaufschäumung auf die Gesamtnote 2,1 kommt und sich dennoch in einer mittleren Preiskategorie bewegt. Auch der Stromverbrauch ist mit 180 Watt für zwölf Bezüge top.

Wer wirklich weniger ausgeben und dennoch eine gute Maschine kaufen will, muss in der Regel auf einen Milchaufschäumer verzichten. Drei dieser Kaffeevollautomaten hat Stiftung Warentest untersucht - alle unter 300 Euro, alle mit dem Testurteil gut. Note gut gab es durchweg auch bei den einzelnen Kriterien von Geschmack bis Handhabung, nur beim Unterpunkt Sicherheit erhielten alle drei ein sehr gut. Wer also keinen Milchaufschäumer braucht, macht also laut Stiftung Warentest mit keiner dieser Maschinen etwas falsch.

Warum die Krups-Maschine durchfiel

Von den elf getesten Kaffeevollautomaten bewegen sich alle zwischen gut und befriedigend - bis auf eine: Die Krups EA8178 schaffte es nur auf eine mangelhafte Gesamtnote von 4,8. Nicht stuften die Geschmackstester Espresso und Milchschaum als “mittelmäßig” ein. Die Maschine hat außerdem das lauteste Mahlwerk, eine teilweise fehlerhafte Bedienungsanleitung und ein verwirrendes Entkalkungsprogramm.

Gelingt dieses, tut sich das nächste Problem auf: Nach der Entkalkung gab die Maschine “bedenklich hohe” Mengen an Nickel ab. Das Schwermetall findet sich zwar auch in bestimmten Lebensmitteln, kann jedoch allergische Reaktionen hervorrufen und gilt als eine der häufigsten Ursachen für allergische Ekzeme.

Den kompletten Test mit allen Ergebnissen und weiteren Tipps gibt es auf der Seite von Stiftung Warentest (kostenpflichtig)

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