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Könnte eine Bitcoin bald 50.000 Dollar wert sein?

Motley Fool Investmentanalyst

Nach einem Tiefstand von unter 6.000 Dollar Anfang des Jahres konnte sich die führende digitale Währung Bitcoin (BTC-USD) wieder erholen. Mit Stand 16 Uhr am Montag, dem 2. Juli, wird Bitcoin bei über 6.600 Dollar gehandelt — eine großer Turnaround.

Ein bekanntes Mitglied der Krypto-Community geht jedoch davon aus, dass dies nur ein Zwischenschritt sein könnte, und dass Bitcoin in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 auf bis zu 50.000 Dollar steigen könnte. Und er glaubt, dass es lediglich einen großen Katalysator braucht, um die Währung in diese Höhen zu katapultieren – und das wäre der Fall, wenn Bitcoin wird für Investoren in ETF-Form verfügbar sein würde.

Hier ist ein Überblick darüber, warum es bislnag noch keine Bitcoin-ETFs gibt, warum ein Bitcoin-ETF so ein positiver Katalysator sein könnte und welcher Bitcoin-ETF eine realistische Chance auf eine SEC-Zulassung hat.

Derzeitige Krypto-Währungspreise

Bevor wir auf das Thema Bitcoin ETFs eingehen, hier ein Blick auf die führenden Krypto-Währungen. Alle Top 5 konnten sich deutlich erholen.

Kryptowährung (Code) Preis in US-Dollar
Gegenüber Vortag
Bitcoin (BTC) 6.613,00 3,4 %
Ethereum (ETH) 472,08 3,6 %
Ripple (XRP) 0,48 4,2 %
Bitcoin Cash (BCH) 785,89 6,3 %
EOS (EOS) 8,84 6,7 %

Quelle: www.investing.com. Preise mit Stand 1. Juli, 16:15 Uhr. Preise sind zum nächsten Cent-Betrag gerundet.

Bedeutet ein Bitcoin-Indexfonds einen Stand von 50.000 Dollar?

Arthur Hayes, CEO und Mitbegründer der BitMEX Krypto-Währungsbörse, sagte kürzlich in einem Interview mit CNBC, dass Bitcoin bis Ende 2018 auf bis zu 50.000 Dollar steigen könnte.

Hayes sagte: „Wir sind bloß eine einzige regulatorische Entscheidung davon entfernt, um bis zum Ende des Jahres bei über 20.000 Dollar, bei vielleicht sogar über 50.000 Dollar zu landen. Das könnte z.B. eine Genehmigung von der SEC für einen Bitcoin-Indexfonds sein.“

Warum gibt es noch keine Bitcoin-ETFs?

Kurz: weil die SEC noch keine genehmigt hat. Mehrere Unternehmen haben versucht, sie zu lancieren – und zwar alle Arten und Sorten von ETFs. Um es kurz zu machen, die Agentur hat nicht das Gefühl, dass die vorgeschlagenen Bitcoin-ETFs ihre Standards erfüllt haben.

Warum ein Bitcoin-Indexfonds alles ändern könnte

Es gibt ein paar Gründe, warum ein Bitcoin-ETF (oder auch mehrere) eine große Sache für die digitale Währung sein könnte. Unter anderem:

Vviele Menschen tun sich mit dem direkten Kauf von Bitcoin schwer. Natürlich ist der Kaufvorgang von Bitcoin im letzten Jahr allein einfacher geworden, besonders über Mainstream-Finanzunternehmen wie Square, die in das Bitcoin-Geschäft einsteigen. Allerdings verstehen viele einfach nicht die Technologie und wollen auch keine virtuellen Währungen direkt besitzen. Ein Bitcoin-ETF könnte also eine ganz neue Entwicklung auf den Markt bringen.

Darüber hinaus ist die Sicherheit ein großes Anliegen vieler potenzieller Investoren. Es gab mehrere große Vorfälle von Krypto-Hacks, und es ist sicherlich nicht gut zu wissen, dass die virtuellen Börsen jederzeit gehackt werden könnten. Ein Bitcoin-Indexfonds wäre mitverantwortlich für die Sicherheit der Bitcoin, die der Fonds besitzt, und wäre in der Lage, Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten.

Natürlich gibt es Alternativen zum Halten der tatsächlichen Bitcoin, aber in Wirklichkeit sind es nicht viele. So können Anleger über den Bitcoin Investment Trust Bitcoin indirekt besitzen, allerdings zu hohen Kosten. Es gibt Bitcoin-Futures, aber diese sind relativ kurzlebig und erfordern einen erheblichen Kapitaleinsatz.

Letztlich würde ein Bitcoin-ETF dafür sorgen, dass Bitcoin legitimer und seriöser wahrgenommen wird, insbesondere in den Augen institutioneller Anleger. Der Hauptgrund für die erstaunliche Rallye von Bitcoin im Jahr 2017 war ein Anstieg des Anlegerinteresses, und es ist denkbar, dass ein Bitcoin-ETF einen ähnlichen Anstieg der Nachfrage auslösen könnte.

Ein ETF hat wohl eine Chance auf Zulassung

Im Januar forderte die SEC mehrere Unternehmen, die Bitcoin ETFs einführen wollen, auf, ihre Anträge zurückzunehmen. Die Standards wurden damals einfach nicht erfüllt. Die, die jetzt Anträge stellen, sind der Meinung, dass sie sich genügend mit den Vorbehalten beschäftigt haben und den Anforderungen genüge tun.

Van Eck Associates und das Start-up-Unternehmen SolidX Partners versuchen gemeinsam, einen Bitcoin-ETF auf den Markt zu bringen und haben Anfang Juni einen Antrag bei der SEC gestellt. Nach Angaben der Unternehmen wird der Fonds Bitcoin besitzen und gegen Diebstahl oder Verlust versichern, um so die Anleger zu schützen.

Und natürlich wäre dieser ETF direkt auf institutionelle Investoren ausgerichtet: Ein Anteil würde 25 Bitcoin ausmachen und damit etwa derzeit 165.000 Dollar betragen. Sollte dieser ETF genehmigt werden, könnte er dazu beitragen, den Weg für andere Bitcoin- und Kryptowährungs-ETFs zu ebnen. Die Nachfrage würde somit noch einmal richtig angekurbelt werden.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 2.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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