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Könnte Bayer gestärkt aus der Krise hervorgehen?

Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Die Bayer (WKN: BAY001)-Aktie gehörte im letzten Jahr zu den schwächsten Werten im DAX. Von der allgemeinen Partystimmung an den Märkten konnte die Aktie nur kurzzeitig profitieren. Im Sommer ging es sogar kurz auf mehr als 70 Euro rauf, bevor es dann aber doch wieder kräftig auf bis zu 40 Euro runter ging.

Der Grund dafür war die extrem teure Beilegung eines Großteils der Monsanto-Klagen. In den letzten Monaten hat die Aktie wieder etwas Boden gut gemacht. Aber ist die schwache Performance gerechtfertigt? Könnte Bayer am Ende vielleicht sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen?

Verluste und hohe Verschuldung lasten auf Bayer

Nun, ob Bayer in naher Zukunft wirklich ein stärkerer Konzern sein wird als vor dem Kauf von Monsanto, ist wohl Auslegungssache. Denn der Blick auf die vergangenen Jahre und der Ausblick auf das laufende Jahr zeigt ein gemischtes Bild.

Einerseits konnte zwar der Umsatz deutlich von 35 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2017 auf mehr als 41 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr gesteigert werden. Und in diesem Jahr soll es noch weiter auf bis zu 43 Mrd. Euro raufgehen. Das klingt erst mal nach einer sehr gelungenen Übernahme, denn im Wesentlichen dürfte der Umsatzanstieg daraus resultieren.

Aber die Übernahme hat auch diverse negative Folgen für Bayer mit sich gebracht. Beispielsweise gab es eine enorme Zahl an Klagen gegen den Konzern. Im vergangenen Jahr hat Bayer sich mit einem Großteil der Kläger geeinigt und dafür viele Milliarden Euro gezahlt. Ein Restrisiko bleibt aber bestehen. Denn Roundup, das Produkt im Zentrum der Klagen, wird immer noch verkauft!

So kam es dann auch, dass Bayer im vergangenen Jahr einen Verlust je Aktie von ganzen 10,68 Euro verkraften musste. Aber auch die Konzernbilanz wurde von der Übernahme stark in Mitleidenschaft gezogen. Aktuell schleppt Bayer noch eine Nettoverschuldung von etwa 30 Mrd. Euro mit sich herum. Eine Konsequenz des riesigen Verlustes und der hohen Verschuldung ist, dass in diesem Jahr eine geringere Dividende gezahlt wird. Statt 2,80 Euro, wie in den Vorjahren, wird es in diesem Jahr nur 2,00 Euro geben. Beim aktuellen Aktienkurs von 53,70 Euro (Stand 18.03.2021) ergibt das aber immer noch eine ordentliche Dividendenrendite von 3,7 %.

Der Umsatz steigt wieder

Das laufende Jahr soll für Bayer nun die Wende bringen. Laut aktueller Prognose dürfte es ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von bis zu 6,30 Euro werden. Damit würde man wieder in die Nähe des Ergebnisses von 2017 kommen, das bei 6,64 Euro je Aktie lag.

Trotz der gekürzten Dividende und des erwarteten Gewinns in diesem Jahr wird sich die Verschuldung aber noch einmal kräftig erhöhen. Für Ende des Jahres rechnet der Konzern mit einer Nettoverschuldung von 36 bis 37 Mrd. Euro. Aus finanzieller Sicht scheint Bayer trotz gestiegener Umsätze also weniger solide dazustehen als noch vor wenigen Jahren.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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