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JPMorgan, Deutsche Bank rechnen mit EZB-Zinssenkung Donnerstag

Zoe Schneeweiss und David Goodman (London)

(Bloomberg) -- Ökonomen rechnen zunehmend damit, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag die Zinsen senken wird. Die Deutsche Bank AG und JPMorgan Chase & Co. haben sich damit HSBC Holdings Plc und Oxford Economics angeschlossen, die eine Senkung prognostizieren.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde “wird sich bewusst sein, dass ihre erste große geldpolitische Entscheidung prägen wird, wie ihre Herangehensweise wahrgenommen wird. Daher ist es angesichts der sich verschlechternden Rahmenbedingungen jetzt sinnvoll, eher zu einer größeren Reaktion zu tendieren“, schrieb Greg Fuzesi, Ökonom bei JPMorgan in London, am Montag in einer Mitteilung an Kunden.

In dieser Woche findet eine geplante geldpolitische Sitzung in Frankfurt statt. Die Anleger erwarten eine Senkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte, während die Ökonomen immer noch gespalten sind, ob der EZB-Rat tätig wird. Einige gehen auch davon aus, dass die Anleihekäufe ausgeweitet werden, und eine Maßnahme, Liquidität zu angeschlagenen kleinen Unternehmen zu leiten, ist wahrscheinlich.

“Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB ein Maßnahmenpaket ankündigt, ist gestiegen. Aber der Markt wird von einem Paket mehrerer kleiner Maßnahmen nicht beeindruckt sein”, schrieben die Deutsche-Bank-Ökonomen Mark Wall und Marc de-Muizon in einer Notiz. “Die größten Auswirkungen auf den Markt kämen von ‘fiskalisch gleichwertigen’ geldpolitischen Optionen, z.B. dem Eingehen eines höheren Risikos durch die Ausweitung des Kaufs privater Vermögenswerte oder der Koordinierung der Geld- und Fiskalpolitik. Um dies zu tun, muss Lagarde möglicherweise die Geschlossenheit des Rates opfern.“

Überschrift des Artikels im Original:JPMorgan, Deutsche Bank Now See ECB Cutting Rates This Week

Kontakt Reporter: Zoe Schneeweiss in London zschneeweiss@bloomberg.net;David Goodman (London) in London dgoodman28@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Fergal O'Brien fobrien@bloomberg.net, Paul Gordon

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