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Joko Winterscheidt investiert in veganes Rührfleisch

·Lesedauer: 2 Min.

Wer heutzutage auf Fleisch verzichtet, hat eine breite Auswahl an pflanzlichen Alternativen. So bietet etwa das Startup Greenforce aus München Hack, Schnitzel, Burger und Frikadellenfleisch aus Erbsen an. Um seine Produktion voranzutreiben, hat Greenforce gerade 15 Millionen Euro eingesammelt. 

TV-Moderator Joko Winterscheidt beteiligt sich an dem Münchener Startup Greenforce.
TV-Moderator Joko Winterscheidt beteiligt sich an dem Münchener Startup Greenforce.

Geldgeber sind institutionelle Investoren, deren Namen das Startup geheim halten möchte. Zuvor waren bereits kleinere Beteiligungsgesellschaften und Family Offices eingestiegen, etwa ein Fleischbetrieb aus Bayern und Helmut Jeggle, Aufsichtsratschef von Biontech. Bekannt ist jedoch, dass mit dem Münchener Feinkosthändler Michael Käfer und dem TV-Moderator Joko Winterscheidt zwei prominente Business Angels an der Runde beteiligt sind.

Winterscheidt gründete im April dieses Jahres das nachhaltige Socken-Label Cheerio, sein neuestes Projekt. Das CO2, das bei der Produktion der Socken entstehe, werde mit dem Anbau eines Mischwalds in Mecklenburg-Vorpommern kompensiert. 2020 baute Winterscheidt das Startup Jokolade auf, das Schokoladenriegel aus nachhaltigen Rohstoffen verkauft. Für sein Vorhaben holte er sich hochkarätige Unterstützung aus der Startup-Szene: Mymuesli-Gründer Max Wittrock ernannte er zum CEO. Ein Jahr zuvor startete er mit seinem E-Bike-Startup Sushi durch.

Erbsenfleisch in Pulverform

Winterscheidts Interesse für nachhaltige Geschäftsmodelle zeigt sich nun an dem Investment in die Münchener Firma Greenforce. Anders als etwa die US-Firma Beyond Meat oder Supermeat aus Israel vertreibt Greenforce vegane Fleischersatzprodukte in Pulverform. Das heißt, dass Kunden das Pulver selbst mit Öl und Wasser zu einer Fleischmasse anrühren müssen. Das soll laut der Firma mehrere Vorteile haben: Zum einen spare man sich die Energiekosten für den Kühlschrank, zum anderen vermeide man unnötige Essensreste, da das Pulver trocken lagerbar ist.

Gründer Thomas Isermann und Co-Geschäftsführer Hannes-Benjamin Schmitz wollen die Marke Greenforce weltweit bekannt machen.
Gründer Thomas Isermann und Co-Geschäftsführer Hannes-Benjamin Schmitz wollen die Marke Greenforce weltweit bekannt machen.

Mit dem eingesammelten Geld will Greenforce unter anderem die Expansion ins Ausland vorantreiben sowie den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in München finanzieren. Der Website zufolge haben die Produkte von Greenforce 45.000 Tonnen CO2 eingespart, das entspricht einer Größe von etwa 140 Fußballfeldern oder rund 66 Millionen vollen Badewannen. „Mit solchen Hausnummern kriegt man mich“, so Winterscheidt in einer Mitteilung. Wie viel Umsatz die Münchner bislang erwirtschaftet haben, will eine Sprecherin auf Gründerszene-Nachfrage nicht kommentieren.

Thomas Isermann hat Greenforce 2020 gegründet. Unterstütz wird er von seinem Co-Geschäftsführer Hannes-Benjamin-Schmitz. Isermann ist Mehrfachgründer: Zuvor startet er die Agentur Valuezone, die Unternehmen dabei hilft, ihre Präsenz auf Amazon zu optimieren. 

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