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Jeremy Fragrance postet Fotos mit Rechtsextremen – das sagt der Parfüm-Influencer zu den Skandal-Bildern

Jeremy Fragrance ist einer der bekanntesten Influencer Deutschlands.  - Copyright: picture alliance / SVEN SIMON | Julian Meusel / SVEN SIMON
Jeremy Fragrance ist einer der bekanntesten Influencer Deutschlands. - Copyright: picture alliance / SVEN SIMON | Julian Meusel / SVEN SIMON

Influencer Jeremy Fragrance macht mal wieder von sich reden. Der Grund: Der Social-Media-Star – mit bürgerlichem Namen Daniel Schütz – hat am Wochenende mehrere Posts in seiner Instagram-Story abgesetzt, wo er sich mit Rechtsextremen zeigt. 1,1 Millionen Menschen folgen dem Parfüm-Influencer allein auf dieser Plattform.

Auf einem Foto beispielsweise lächelt der Parfüm-Influencer in die Kamera, hält dabei ein Schild mit der Aufschrift „Deutschlandkurier“ hoch. Zum Hintergrund: Der „Deutschlandkurier“ ist eine rechtspopulistische Zeitung, die der AfD nahesteht.

Das sind die Skandal-Fotos des Parfüm-Influencers

Mit auf dem Foto: David Bendels. Er ist Chefredakteur und Herausgeber des "Deutschlandkuriers", berichtet der "Spiegel". Er leitete außerdem den mittlerweile nicht mehr existierenden "Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten".

Jeremy Fragrance macht Werbung für den „Deutschland Kurier“. - Copyright: Instagram Jeremy Fragrance / Screenshot
Jeremy Fragrance macht Werbung für den „Deutschland Kurier“. - Copyright: Instagram Jeremy Fragrance / Screenshot

Diese Zeitung wurde der AfD während der Wahlkämpfe 2017 und 2018 in großer Zahl kostenlos zur Verfügung gestellt, was sich später als unzulässige Parteienfinanzierung herausstellte. Infolgedessen musste die Partei Gelder an die Bundestagsverwaltung zurückzahlen. Im Rahmen der damit verbundenen Untersuchungen wurden auch Bendels' private und geschäftliche Räumlichkeiten durchsucht.

Der "Spiegel" berichtet zudem, dass sich Fragrance auch mit Alexander Kleine ablichten hat lassen. Dieser sei einer "der bekanntesten Aktivisten der rechtsextremen Identitären Bewegung", schreibt das Magazin. Seit einigen Jahren betreibe er eine Medienagentur. Von der hält Fragrance einen Sticker in die Kamera. Mit der Agentur wiederum habe die rechtsextreme "Junge Alternative" in Brandenburg geworben, so der "Spiegel".

Jeremy Fragrance mit Alexander Kleine. - Copyright: Screenshot Instagram / Jeremy Fragrance
Jeremy Fragrance mit Alexander Kleine. - Copyright: Screenshot Instagram / Jeremy Fragrance

Fragrance: „Ich wusste nicht, wofür er steht“

Ein anderes Foto zeigt Fragrance mit Gerald Grosz, einem österreichischen rechtspopulistischen Politiker. Grosz steht unter anderem wegen diverser Äußerungen in der Kritik. Er hatte Söder nach Angaben der Staatsanwaltschaft am 22. Februar dieses Jahres unter anderem als "Corona-Autokrat", "Landesverräter" und "Södolf" bezeichnet, wie die "SZ" berichtete. Den Gesundheitsminister Karl Lauterbach habe er "virologischer Horrorclown" genannt.

Fragrance mit dem rechtspopulistischem Politiker Grosz. - Copyright: Instagram Jeremy Fragrance / Screenshot
Fragrance mit dem rechtspopulistischem Politiker Grosz. - Copyright: Instagram Jeremy Fragrance / Screenshot

Das sagt Jeremy Fragrance zu den Skandal-Fotos

Die Fotos sorgen bereits für das erste Aufsehen. Auf der Social-Media-Plattform Reddit schreibt ein Nutzer beispielsweise: „So gut kann es ja mit seinem Fragrance Business nicht laufen, wenn er sich für sowas vor den Karren spannen lässt.“

Was sagt Jeremy Fragrance zu all dem? Per Mail antwortet er auf eine Anfrage von Business Insider: Zum Zeitpunkt des Fotos habe er nicht gewusst, wofür der österreichische Politiker Grosz stehe. Grosz habe ihn um ein Foto gebeten, was Fragrance nachgekommen sei. Er mache grundsätzlich Fotos mit Menschen, die sympathisch seien. „Ich wusste nicht, wofür er steht“, sagt Fragrance zu Business Insider. Die anderen Fotos, beispielsweise mit dem „Deutschlandkurier“, ließ er unkommentiert.