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Japanische Regierung verlängert Corona-Ausnahmezustand in Tokio

·Lesedauer: 1 Min.
Passanten mit Masken in Tokio

Die japanische Regierung hat den Corona-Ausnahmezustand im Großraum Tokio erneut verlängert. Der Ausnahmezustand in der Hauptstadt und den drei benachbarten Präfekturen Saitama, Chiba und Kanagawa werde um zwei Wochen bis zum 21. März verlängert, verkündete Ministerpräsident Yoshihide Suga am Freitag. Nur vier Tage später soll in der Präfektur Fukushima im Nordosten Japans der Fackellauf für die Olympischen Spiele beginnen.

Der Ausnahmezustand in Japan ist weniger strikt als die Corona-Maßnahmen in vielen anderen Ländern. Unter anderem müssen Bars und Restaurants um 20.00 Uhr schließen. Die Menschen sind aufgerufen, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten. Suga bat die Japaner auch darum, in diesem Jahr nicht unter blühenden Kirschbäumen zu picknicken. "Ich bitte Sie alle darum, auf Essen in großen Gruppen zu verzichten", sagte der Regierungschef.

Der Ausnahmezustand in Japan hat zwar zu sinkenden Infektionszahlen geführt, zuletzt hat sich der Rückgang aber verlangsamt. Experten befürchten bereits einen Wiederanstieg und warnten daher vor Lockerungen. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Japan rund 8100 Todesfälle verzeichnet.

Die für 2020 geplanten Olympischen Sommerspiele in Tokio waren wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Trotz der weltweiten Infektionslage hält die japanische Regierung daran fest, die Spiele im Juli und August dieses Jahres abzuhalten.

mid/cp