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Japan will Treibhausgase stärker reduzieren als bisher geplant

·Lesedauer: 2 Min.

TOKIO (dpa-AFX) - Japan will seine klimaschädlichen Treibhausgasemissionen stärker drosseln als bislang geplant. Kurz vor Beginn des Klimagipfels unter Leitung der USA an diesem Donnerstag gab Regierungschef Yoshihide Suga bekannt, sein Land wolle die Emissionen bis zum Fiskaljahr 2030/2031 (1. April) um 46 Prozent im Vergleich zum Fiskaljahr 2013 verringern. Bislang hatte Japans Planung eine Reduzierung um nur 26 Prozent vorgesehen. Sein Land wolle eine Vorreiterrolle im Klimaschutz spielen, sagte Suga. Im vergangenen Oktober hatte er angekündigt, die Emissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren.

Auf die Klimaerwärmung zu reagieren stelle kein Hindernis mehr für das Wirtschaftswachstum dar, erklärte Suga damals. "Wir müssen unsere Einstellung ändern", sagte der Regierungschef. Es gehe um Veränderungen in der Industriestruktur und der Wirtschaft, die auch Wachstum anstoßen könnten. Zu diesem Zweck werde Japan versuchen, erneubare Energiequellen so weit wie möglich einzuführen. Die langjährige Politik der Kohleverstromung soll umfassend geändert werden. Zugleich werde Japan seine Atompolitik mit besonderem Fokus auf die Sicherheit vorantreiben, um eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten, sagte Suga.

Japan hatte 2016 das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und sich damit zur Einhaltung verbindlicher Klimaziele verpflichtet. Derzeit erzeugt das rohstoffarme Japan Strom überwiegend mit fossilen Energieträgern wie Kohle und Gas. Sie dienen als Ersatz für die seit dem Super-Gau in Fukushima vor zehn Jahren überwiegend weiter stillstehenden Atommeiler.

Bis 2030 muss sich allen Experten zufolge weltweit viel mehr tun, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Denn schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erwärmt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die fatalen Folgen, je nach Region: mehr Hitzewellen und Dürren sowie Starkregen, Stürme, Unwetter und Überschwemmungen.