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Jan Magnussen: Kevin sollte den Traum von der Formel 1 noch nicht aufgeben

Norman Fischer
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Jahr Auszeit möchte Kevin Magnussen nach seinem Aus bei Haas nicht einlegen und könnte sich daher ein Wechsel in die IndyCar-Serie oder andere Meisterschaften vorstellen. Sein Vater Jan Magnussen rät ihm jedoch, den Traum von der Formel 1 nicht einfach aufzugeben - umschauen könne sich sein Sohn aber trotzdem.

"Er wird in der kommenden Saison nicht mehr bei Haas sein, aber ich denke nicht, dass er schon bereit ist, den Traum von der Formel 1 aufzugeben", sagt der Däne gegenüber 'Motorsport.com'. "Es ist unwahrscheinlich, dass er im kommenden Jahr ein Renncockpit haben wird, aber es gibt ja auch 2022, was dank der neuen Regeln ein aufregendes Jahr werden könnte."

"Ich weiß nicht, ob es Möglichkeiten für das Jahr geben wird, aber Kevin muss sicherstellen, ob es etwas gibt oder nicht, damit ihm nichts durch die Finger gleitet", so Magnussen. Sein Sohn hatte ebenfalls betont, dass er der Formel 1 mit 28 noch einiges zu geben habe, ein Jahr an der Seitenlinie möchte er aber auch nicht verbringen - nicht noch einmal.

"Ich rate Kevin, sich darüber Gedanken zu machen, was er möchte, was am wichtigsten ist - und das dann zu machen", so der Däne weiter. Er weiß, dass sein Sohn gerne wieder Rennen gewinnen möchte, doch für ihn muss es auch eine bedeutsame Serie sein. Daher rät er ihm vor allem, Chancen in der IndyCar-Serie oder der Langstrecken-WM (WEC) zu suchen.

"Ich weiß, dass er mit Teams in der IndyCar-Serie spricht", verrät Magnussen. "Aber er muss auch etwas breitgefächerter schauen." Magnussens Problem: Alle guten Plätze in der IndyCar-Serie benötigen Sponsorengeld. "Und das ist überall auf der Welt das Problem - und darum ist er ja auch in der Situation, in der er sich gerade befindet." Denn Haas braucht ebenfalls Fahrer mit Budget.

Ein freier IndyCar-Test im Barber Motorsports Park am Montag nach dem Formel-1-Rennen von Imola wird für Magnussen zu knapp, doch sein Vater rät ihm, irgendwann ein solches Auto zu testen und zu sehen, was er davon hält - Gleiches gelte für die WEC, in der laut Papa Magnussen interessante Dinge passieren. "Wenn er sich einem Hersteller anschließen kann, sollte er definitiv auch darauf schauen."

"Aktuell muss er sich aber darauf konzentrieren, die Formel-1-Saison bestmöglich zu beenden und ein wenig Werbung für sich zu betreiben", sagt Jan Magnussen. "Er ist offen für alles, aber er versucht auch zu überlegen, was am wichtigsten ist. Es ist schwierig, es ist schade, aber so läuft es im Sport manchmal. Er wird darüber hinwegkommen und sich dann etwas anderem widmen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.