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"Jack Wolfskin soll wieder dorthin, wo das Label herkommt: ans Lagerfeuer" — wie Richard Collier die Outdoor-Marke zurück zu den Wurzeln bringen will

·Lesedauer: 2 Min.
Der Mann für den Kurswechsel: Richard Collier.
Der Mann für den Kurswechsel: Richard Collier.

Seit Dezember 2020 steht mit Richard Collier ein neuer Mann an der Spitze der Outdoor-Marke Jack Wolfskin. Collier steht für einen Kurswechsel bei dem Modeunternehmen für Funktionskleidung und wird nicht müde, dies zu betonen. Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" versprach er: "Jack Wolfskin soll wieder dorthin, wo das Label herkommt: ans Lagerfeuer."

Der Hersteller für Outdoor-Bekleidung gehört zu den bekanntesten deutschen Marken, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Konkurrenz ist groß, in den Regalen bleibt immer weniger Raum für den einstigen Platzhirsch. Collier soll die Neuausrichtung bei der Tochtergesellschaft des amerikanischen Golfkonzerns Callaway vorantreiben und wurde deshalb eigens vom Konzernchef Chip Brewer einberufen.

Der Brite zögerte nach seinem Start nicht lange und führte drastische Maßnahmen durch. So wurde unter anderem das Geschäft mit Jacken und Hosen für Alpinskifahrer eingestellt und die Lifestyle-Linie "Wolfskin TechLab" aus dem Sortiment verbannt. Dafür führte Collier eine neue Skitourenkollektion ein und verkauft mit der Linie "Arctic Discovery" Equipment für extreme Winterabenteuer. Dem Lagerfeuer-Vorsatz will er somit ein Stück näher kommen. Weg vom Mode-Image und hin zur Outdoor-Marke.

Expansion ins Ausland

Collier ist dabei kein unbekanntes Gesicht in der Branche. Der Brite kommt vom norwegischen Funktionskleidungsanbieter Helly Hansen und war zuvor auch bei Adidas aktiv. Jack Wolfskin und die Pandemie stellen ihn nun jedoch vor neue Herausforderungen. Zu seinen ersten Personalentscheidungen gehörte die Einstellung neuer technischer Designer, die zwischen Produkten und Marketing vermitteln sollen. Außerdem heuerte Collier neue Produktmanager an, die für die Bereiche Wandern, Trekking, Rad- und Skitouren verantwortlich sind, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Die Neuausrichtung kommt nicht überraschend. Outdoor-Ausrüster haben die Marke in den vergangenen Jahren vermehrt aus dem Geschäft verbannt. Anfang des Jahrzehnts war Jack Wolfskin noch nach Adidas der zweitgrößte Umsatzbringer bei den Sportgeschäften. Heute gehört das Label beim Sporthändlerverbund Sport 2000 nicht einmal mehr zu den Top-20-Lieferanten. Andere Marken wie Deuter und Patagonia laufen dem Ausrüster den Rang ab.

Genaue Geschäftszahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Collier behauptet im "Handelsblatt": "Wir sind überraschend gut unterwegs. Im ersten Quartal haben wir besser abgeschnitten als erwartet." Er will nun auch mit der Marke vermehrt ins Ausland expandieren. Ins Auge hat er die Standorte Niederlande, Belgien, Großbritannien, Polen und Italien gefasst.

kh