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Jüngste Startelf seit 1967: Kölns Bubies ärgern Wolfsburg

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Der VfL Wolfsburg hat den Sprung auf Rang drei verpasst. Beim 1. FC Köln kamen die Norddeutschen nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus und bleiben vorerst auf dem fünften Platz (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

Die Gastgeber liefen mit einer Rasselbande auf. Trainer Markus Gisdol bot die jüngste Kölner Elf seit 1967 auf. Ältester Akteur der Rheinländer in der Startelf war Keeper Timo Horn mit 27 Jahren (Tabelle der Bundesliga).

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Die Jungspunde spielten mutig mit, ärgerten den Favoriten und bleiben im Tabellenkeller. Wolfsburg stellte einen Vereinsrekord auf. Nach zehn Spielen stand der Klub in der Bundesliga noch nie ohne Niederlage da.

Kölns Thielmann mit Tor-Premiere

Der 18 Jahre alte Jan Thielmann mit seinem ersten Bundesligatreffer (18.) und Ondrej Duda (43.) brachten Köln zwei mal in Führung. "Ich war sichtlich glücklich über das Tor und werde es heute mit meiner Freundin feiern", verriet Thielmann bei Sky (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Die Wolfsburger Maximilian Arnold per direktem Freistoß (28.) und Torjäger Wout Weghorst mit einem Kopfball aus drei Metern (47.) glichen jeweils aus. Damit bleiben die Wölfe weiterhin ungeschlagen im Oberhaus.

"Wir waren das ganze Spiel besser, haben aber leider die Möglichkeiten ausgelassen. Die letzten 15 bis 20 Minuten war das Spiel ein bisschen tot. Das verstehe ich nicht und ist schade. Wenn wir eine Spitzenmannschaft sind, dann gewinnen wir das Spiel", ärgerte sich Wolfsburgs Stürmer Weghorst.

Kölns Routinier Horn stand zunächst im Fokus. Er hielt den Schuss von Josip Brekalo (6.), vereitelte gegen den freistehenden Weghorst (11.) und entschärfte einen Fallrückzieher von Maximilian Philipp (22.). Bei den Gegentreffern war er machtlos. Damit kassierte Köln im 21. Ligaspiel in Serie mindestens ein Tor.

Wolfsburg mit sechstem Remis

"Es war eine geschlossene Teamleistung. Nach Dortmund hatten wir wieder eine starke Mannschaft als Gegner. Wir haben alles reingeworfen und wurden mit dem Punkt belohnt. Wir wollen jetzt weiter da unten rauskommen", erklärte Horn zufrieden.

Die Jungspunde von Gisdol trauten sich nach dem überraschenden 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund offensiv durchaus etwas zu und sorgten für eine unterhaltsame erste Halbzeit. Elvis Rexhbecaj (9.) und Salih Özcan (24.) gaben gefährliche Distanzschüsse ab.

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Nach der Pause verflachte die Partie jedoch und die Rheinländer gerieten immer mehr unter Druck.

Weghorsts Treffer leitet Powerplay ein

Die Gäste zogen nach dem 2:2 von Weghorst ein Powerplay auf, Köln kam kaum strukturiert aus der eigenen Hälfte und auch nicht in die Zweikämpfe. Renato Steffen (53.) vergab eine riesige Gelegenheit zum 3:2, als er freistehend aus wenigen Metern verzog.

Köln fand weiter keinen Zugriff, die wenigen Entlastungsangriffe landeten meist bei den aufmerksamen Innenverteidigern Lacroix oder John Anthony Brooks. Und obwohl der FC tief in der eigenen Hälfte stand, fanden die Wolfsburger immer wieder Anspielstationen und sorgten für Gefahr.

Der Treffer des VfL lag in der Luft - doch der FC stemmte sich leidenschaftlich gegen die drohende Heimniederlage und überstand diese Druckphase mit etwas Glück schadlos. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit bekam Köln die Partie wieder etwas mehr unter Kontrolle und hielt den VfL vom eigenen Tor fern.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)