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IWH: Weiter wenige, dafür aber große Firmen-Pleiten

·Lesedauer: 1 Min.

HALLE (dpa-AFX) - Trotz der Corona-Krise melden in Deutschland nach Angaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) weiter nur wenige Unternehmen Insolvenz an. Die relativ wenigen Insolvenzen beträfen aber relativ viele Jobs, schreiben die Wirtschaftsforscher in ihrem am Dienstag veröffentlichten Insolvenztrend. So seien im September 702 Personen- und Kapitalgesellschaften insolvent gemeldet worden. Das seien zwar nur rund drei Viertel des Vorjahreswertes. Nach wie vor würden aber vor allem große Betriebe Insolvenz anmelden: Die größten 10 Prozent der zahlungsunfähig gemeldeten Unternehmen hätten rund 16 000 Menschen beschäftigt - zu Jahresbeginn seien das nur etwa 6700 gewesen.

"Die niedrigen Insolvenzzahlen dürften ihre Ursachen in den staatlichen Rettungspaketen und der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht haben," sagte der Leiter der IWH-Insolvenzforschungsstelle, Steffen Müller. Bis Ende September hatte die Regierung die strengen Regeln für die Anmeldung einer drohenden Zahlungsunfähigkeit deutlich gelockert, um so eine große Pleitewelle in Folge der Pandemie zu verhindern.

Durch die teilweise Rückkehr zur Antragspflicht am 1. Oktober sei nun zwar mit einem Anstieg zu rechnen, sagte Müller. "Eine Insolvenzwelle wird es in diesem Jahr aber voraussichtlich nicht mehr geben", so der Wissenschaftler. Die Wirtschaft scheine sich langsam zu erholen, außerdem habe die Regierung andere Hilfsmaßnahmen wie das Kurzarbeitergeld verlängert und den Unternehmen so Luft verschafft. Außerdem würden einige Unternehmen die für die kommenden Monate angekündigten Änderungen des Insolvenzrechts abwarten. Auch nach der vollständigen Rückkehr zur Insolvenzantragspflicht Anfang 2021 rechnet Müller zunächst nicht mit einem dramatischen Anstieg der Pleiten. "Der Nachholeffekt bei den Insolvenzen wird eher über einen längeren Zeitraum verteilt stattfinden."