Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.787,73
    -200,97 (-1,44%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.599,55
    -41,82 (-1,15%)
     
  • Dow Jones 30

    30.814,26
    -177,26 (-0,57%)
     
  • Gold

    1.826,10
    -25,30 (-1,37%)
     
  • EUR/USD

    1,2080
    -0,0075 (-0,62%)
     
  • BTC-EUR

    29.922,60
    -1.218,30 (-3,91%)
     
  • CMC Crypto 200

    692,19
    -42,95 (-5,84%)
     
  • Öl (Brent)

    52,15
    -1,42 (-2,65%)
     
  • MDAX

    31.035,92
    -536,16 (-1,70%)
     
  • TecDAX

    3.262,41
    -29,51 (-0,90%)
     
  • SDAX

    15.048,80
    -337,17 (-2,19%)
     
  • Nikkei 225

    28.519,18
    -179,08 (-0,62%)
     
  • FTSE 100

    6.735,71
    -66,25 (-0,97%)
     
  • CAC 40

    5.611,69
    -69,45 (-1,22%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.998,50
    -114,14 (-0,87%)
     

IWH: Staatliche Hilfen bremsen Insolvenzen - Welle kommt danach

·Lesedauer: 1 Min.

HALLE (dpa-AFX) - Staatliche Maßnahmen sorgen einer aktuellen Studie zufolge tatsächlich für eine ausbleibende Insolvenzwelle, werden sie aber nicht dauerhaft verhindern. Derzeit meldeten deutlich weniger Unternehmen Insolvenz an, als nach einem Wirtschaftseinbruch wie im Frühjahr zu erwarten gewesen wäre, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mit.

Einigen Betrieben dürfte es dank der staatlichen Hilfen gelingen, sich auf die neuen Entwicklungen einzustellen und so eine Insolvenz zu vermeiden, sagte IWH-Vizechef Oliver Holtemöller laut Mitteilung. "Komplett aufhalten werden die Ausnahmeregelungen und die Unternehmenshilfen die Insolvenzwelle jedoch nicht."

Die Ökonomen berechneten anhand langfristiger Trends und saisonaler Entwicklungen der Jahre 2008 bis 2019, wie das Insolvenzgeschehen in Deutschland ohne Corona-Krise aussehen müsste, wenn es den üblichen Mustern folgen würde. Zwischen Januar und August gab es demnach gut 520 Pleiten weniger als zu erwarten gewesen wäre. "Im Vergleich zu der Prognose auf Basis der Entwicklung der Vorjahre ist die tatsächliche Anzahl der Unternehmensinsolvenzen außergewöhnlich niedrig", so Holtemöller.

Zudem prognostizierten die Forscher, welche Entwicklung nach dem Wirtschaftseinbruch im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr zu erwarten gewesen wäre. Ergebnis: Zu erwarten wäre ein deutlicher Anstieg der Insolvenzen im zweiten Halbjahr, vor allem in der Industrie, im Baugewerbe, im Handel, bei Verkehr, Gastgewerbe und Unternehmensdienstleistern. Stattdessen zeige der IWH-Insolvenztrend, dass es auch zwischen September und November kaum einen Zuwachs gab.

Die Abweichung von der Prognose erklären die Forscher mit den vielen Hilfsprogrammen des Staates für betroffene Branchen sowie mit den gelockerten Meldepflichten für Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Letztere Lockerung ist bis Jahresende für alle weiter in Kraft. Diese Maßnahmen dämpften das Geschehen. Nach dem Auslaufen der Ausnahmen dürfte es jedoch zu vermehrten Insolvenzen kommen, hieß es.