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IWF-Chefin: Corona-Wirtschaftskrise wohl weniger heftig als zunächst befürchtet

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IWF-Chefin Georgieva
IWF-Chefin Georgieva

Die weltweite Wirtschaftskrise infolge der Corona-Pandemie dürfte nach Einschätzung von IWF-Chefin Kristalina Georgieva etwas weniger heftig ausfallen als zunächst befürchtet. "Das Gesamtbild ist heute weniger düster", sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds am Dienstag in Washington. Deswegen werde die nächste Prognose für die Entwicklung der Weltwirtschaft in diesem Jahr leicht positiver ausfallen als im Juni. Damals hatte der IWF ein Schrumpfen der Weltwirtschaft 2020 um 4,9 vorhergesagt.

Konkrete Konjunkturzahlen nannte die IWF-Chefin nicht. Die internationale Finanzinstitution mit Sitz in der US-Hauptstadt Washington wird ihre nächste Prognose in einer Woche vorstellen.

Zur Begründung der verbesserten Wirtschaftsaussichten führte Georgieva die massiven Ausgaben von Regierungen weltweit an. Die "außerordentlichen Politik-Maßnahmen" zur Unterstützung von Unternehmen und Bürgern mit einem Gesamtumfang von zwölf Billionen Dollar (rund zehn Billionen Euro) hätten den Fall der Weltwirtschaft abgefedert.

Zugleich warnte die IWF-Chefin, die Regierungen dürften ihre Hilfen nicht vorzeitig beenden. "Diese Katastrophe ist noch lange nicht vorüber." Allen Ländern stünde nun ein "langer Anstieg" bevor - "ein schwieriger Aufstieg, der lange, holprig und mit Unsicherheiten behaftet sein wird", sagte Georgieva.

fs/jm