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IW-Chef Hüther für Corona-Impfpflicht im Gesundheits- und Bildungsbereich

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Corona-Impfung in Baden-Württemberg

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, fordert eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Bildungswesen. Dies sei nötig, "weil wir es hier mit schutzbedürfigen Personen zu tun haben", sagte der Chef des arbeitgebernahen Instituts der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Kinder können sich noch nicht impfen lassen, kranke und alte Menschen haben trotz Impfung eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf."

Hüthers Auffassung nach sollte auch eine generelle Impfpflicht "je nach weiterem Verlauf der Pandemie" nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt seien aber abgesehen vom Gesundheits- und Bildungsbereich "kluge Anreize der bessere Weg".

"Ab Anfang September, wenn alle Erwachsenen ein Impfangebot hatten, sollten Schnelltests kostenpflichtig sein", forderte der Wirtschaftsforscher außerdem. "Wer dann etwa ungeimpft eine Veranstaltung besuchen möchte, muss vorher einen PCR-Test machen und die Kosten dafür aus der eigenen Tasche zahlen."

Auch solle erwogen werden, "Impfunwillige bei einer Covid-Erkrankung an den Behandlungskosten zu beteiligen", fügte Hüther hinzu. "Wer sich dem Solidarprinzip entzieht, sollte es selbst nicht oder nur eingeschränkt in Anspruch nehmen können."

cne/mkü

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