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Italien wirbt in Corona-Krise um ausländische Touristen

Die italienische Regierung hat in der Corona-Krise ausländische Touristen dazu aufgerufen, ihren Sommerurlaub in Italien zu verbringen. Kulturminister Dario Franceschini warb in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero" am Mittwoch auch bei den Italienern dafür, die Ferien in der Heimat zu verbringen, um die leidende Tourismusbranche zu unterstützen. "Ich denke, dass der internationale Tourismus in diesem Sommer leider stark zurückgehen wird."

Damit sich die Bürger im Sommer innerhalb der EU frei bewegen können, seien einheitliche Schutz- und Gesundheitsstandards notwendig, betonte Franceschini. Italien arbeite deshalb insbesondere mit Deutschland, woher die meisten Italien-Touristen kommen, eng zusammen.

Der Minister will sich auch dafür einsetzen, dass Restaurants zumindest im Freien mehr Gäste empfangen können als bisher geplant. "Was für ein Tourismus ist das, wenn zum Beispiel nur wenige Gäste in einem Restaurant oder in einer Pizzeria essen können?", fragte Franceschini. Die Regierung arbeite zudem an der schrittweisen Wiedereröffnung etwa von Schwimmbädern, Theatern, Museen und Kinos. Ziel sei es, dass ab dem 18. Mai Museen und Archäologiestätten unter Auflagen wieder öffnen.