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Italien lotete Paschi-Anteilsverkauf an UniCredit aus: Kreise

Sonia Sirletti, Alessandra Migliaccio und Chiara Albanese
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Italien hat unterrichteten Kreisen zufolge einen Verkauf des staatlichen Mehrheitsanteils an Banca Monte dei Paschi di Siena SpA ausgelotet. Auf informeller Basis habe das Finanzministerium dazu beim Management von UniCredit SpA ein Kaufinteresse sondiert, hieß es.

Wie zu hören ist, unterzog Unicredit die Vor- und Nachteile eines Deals einer internen Untersuchung. Nach Angaben der mit den Erwägungen vertrauten Personen wird UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier jedoch keine Transaktion in Betracht ziehen, die nicht mindestens kapitalneutral wäre und seine Bank nicht vor rechtlichen Risiken schützt.

Mustier hat wiederholt betont, dass UniCredit nicht an Fusionen und Übernahmen interessiert sei. Einige Analysten sehen die Bank dennoch unter steigendem Druck, zu wachsen, nachdem Intesa Sanpaolo SpA mit der Übernahme von Unione di Banche Italiane SpA an Größe gewonnen hat.

Italiens Regierung will die Beteiligung an Monte Paschi bis Ende nächsten Jahres los werden. Das Finanzministerium prüft den informierten Personen zufolge dazu eine Reihe von Optionen. Vertreter des Ministeriums und von UniCredit lehnten Stellungnahmen ab, ein Sprecher von Monte Paschi ebenfalls.

Der Aktienkurs von UniCredit fiel in Mailand zeitweise um bis zu 2%, im Vormittagshandel lag das Minus bei 0,6%. Monte Paschi stiegen in der Spitze um 5,9%.

Überschrift des Artikels im Original:Italy Said to Have Sounded Out UniCredit on Paschi Stake Sale

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