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IT-Unternehmer soll Geld für Wagenknecht-Partei auftreiben

Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) - Für ihr neues Bündnis braucht Sahra Wagenknecht Geld, erst recht, wenn die neue Partei 2024 schon bei der Europawahl im Juni teilnehmen will. Für den Vorläuferverein «Bündnis Sahra Wagenknecht» (BSW) hat die bisherige Linken-Politikerin den IT-Unternehmer Ralph Suikat gewonnen. Er soll als Schatzmeister um Spenden werben.

Nach seinem Studium gründete Suikat, Jahrgang 1965, 1993 mit einem Geschäftspartner die STP-Unternehmensgruppe. 2016 verkaufte er seine Anteile. Seither engagiert er sich als sogenannter Impact-Investor und tritt für ein faires und nachhaltiges Wirtschaftssystem ein. Über eine Beteiligungsgesellschaft hält Suikat ein Portfolio von etwa 15 Unternehmen, die neben wirtschaftlichem Erfolg auch positive Effekte auf Gesellschaft und Umwelt anstreben, wie er auf seiner Homepage schreibt.

Wofür steht Suikat?

Suikat plädiert auch für eine stärkere Besteuerung hoher und sehr hoher Vermögen und unterstützt die Initiative Taxmenow (Besteuert mich jetzt). Diese setzt sich unter anderem für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Millionen- und Milliardenvermögen ein. Der Karlsruher Millionär gehört auch dem Netzwerk «Millionaires for humanity» an, das sich für mehr Verteilungsungerechtigkeit stark macht. Suikat machte bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Vereins BSW am Montag in Berlin deutlich, dass es nicht darum gehe, den Mittelstand zusätzlich zu belasten. Im Vergleich zu Großkonzernen hätten mittelständische Unternehmen unfaire Steuerbedingungen.

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All dies sei Grund genug gewesen, den Kontakt zu Wagenknecht zu suchen, sagte Suikat. Er habe angeboten, sich als Unternehmer und Mentor von Start-ups in das Projekt einzubringen. Als Schatzmeister werde er sorgsam und effizient mit anvertrauten Geldern umgehen, sicherte Suikat zu. Spenden seien ein «ganz zentraler Erfolgsfaktor» für die politische Arbeit.

Wie ist seine eigene Einstellung zum Geld?

In einem Interview sprach Suikat vor drei Jahren auch über seine persönliche Einstellung zum Geld. Auf die Frage des Zeitpunkts seiner ersten Million sagte er dem Wirtschaftsmagazin «Capital» damals: «Die Millionen waren lange Zeit virtuell, weil wir die Gewinne in die Firma reinvestiert haben. Die haben sich erst konkretisiert, als ich meine Firmenanteile 2016 verkauft habe.» Seinen Lebensstil habe er früher nicht hinterfragt, nach einem geschäftlichen Erfolg auch mal zwei Porsche Cayenne­Turbo geleast. «Heute ist das kein Punkt, auf den ich stolz bin», gestand Suikat ein.

Wie Suikat bat auch Wagenknecht am Montag um Spenden für ihr Projekt. Parteigründung und Europawahlkampf 2024 könnten nicht aus eigenen Mitteln der Initiatoren finanziert werden. Und das neue Projekt werde sicher nicht von großen Konzernen gesponsert werden, mutmaßte sie. Sie hoffe auf einen Vertrauensvorschuss zur Unterstützung in der Startphase.