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Israel bombardiert Flüchtlingslager Jabalia

In zwei riesigen Kratern und Trümmhaufen suchen Menschen nach Überlebenden eines israelischen Luftangriffs im Flüchtlingslager Jabalia im Norden des Gazastreifens. Mindestens 47 Menschen sollen hier getötet worden sein. Nach palästinensischen Angaben ist die Zahl der Todesopfer in Gaza seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas vor über drei Wochen auf mehr als 8.500 gestiegen. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben nicht.

Hälfte der zivilen Todesopfer in unter 18 Jahre alt

Ungeachtet erneuter Appelle für eine Waffenruhe treibt Israel die Bodeneinsätze in dem von der islamistischen Hamas kontrollierten Gazastreifen voran. "Hunderte Ziele der mörderischen Hamas-Terrororganisation" seien bei "koordinierten Luft- und Bodenangriffen" attackiert worden, teilte der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Dienstag mit. Die Armee meldet „heftige Kämpfe“ mit der radikalislamischen Hamas „tief im“ Gaza-Streifen.

Fast die Hälfte aller zivilen Todesopfer im Gazastreifen soll laut UN jünger als 18 Jahre sein. Erneut soll Israel auch vom Libanon aus von der Hisbollah attackiert worden sein.

Zwei israelische Soldaten im Gazastreifen getötet

Zwei israelische Soldaten sind nach Angaben der Armee bei Kämpfen im Gazastreifen getötet worden. Die beiden 20 Jahre alten Männer seien am Dienstag im Norden des Küstengebiets ums Leben gekommen, teilte das Militär mit. Zwei weitere Streitkräfte wurden den Angaben nach bei den Gefechten schwer verletzt.

Zuletzt hatte Israel mitgeteilt, dass man den Einsatz mit Bodentruppen vorantreibe und eine Waffenruhe weiterhin ablehne.

Freilassung von Geiseln nicht in greifbarer Nähe

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Dienstag in Jerusalem das Kabinett seiner Notstandsregierung einberufen. Nach Einschätzung des Nationalen Sicherheitsrats sei eine Einigung über die Freilassung von Geiseln nicht in greifbarer Nähe. Israel geht davon aus, dass die rund 240 Geiseln von der Hamas in unterirdischen Tunneln in Gaza festgehalten werden.

Eine der in der vergangenen Woche freigelassenen israelischen Geiseln berichtete, dass sie nach ihrer Entführung lange durch ein unterirdisches Tunnelnetz geführt worden sei. Das verborgene Labyrinth sei „die Hölle unter der Erde“, schrieben israelische Medien.

Hamas feuert Raketen mit größerer Reichweite ab

Auch die Hamas setzt ihre Angriffe auf Israel fort und hat nach eigenen Angaben Raketen mit größerer Reichweite in Richtung Haifa und Eilat abgefeuert. Zwei Raketen schlugen in der Küstenstadt Aschdod ein und verletzten vier Menschen.

In Orten südlich der Küstenstadt Haifa wurde Raketenalarm ausgelöst, wie Israels Armee am Mittwoch mitteilte. Auch im Großraum der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv gab es nach Militärangaben wieder Raketenalarm. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.

In den meisten Fällen schießen die Militanten im Gazastreifen Raketen mit kürzeren oder mittleren Reichweiten ab. Die Kurzstreckenraketen bedrohen israelische Ortschaften in der Nähe zum Gazastreifen, Mittelstreckenraketen etwa den Großraum Tel Aviv und Jerusalem.

Hamas und Iran tauschen sich über Gaza-Krieg aus

Der Chef des politischen Büros der Hamas und Irans Außenminister haben sich über die Entwicklungen im Gaza-Krieg ausgetauscht. Bereits zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn kamen Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian und Hamas-Chef Ismail Hanija in der katarischen Hauptstadt Doha zusammen, wie Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag berichtete.

Die Region stehe am Rande einer wichtigen Entscheidung, zitierte das Außenministerium den Minister. Der palästinensische Widerstand sei der definitive Sieger auf dem Platz, sagte Amirabdollahian laut der Mitteilung. "Das zionistische Regime ist kollabiert", sagte er.

Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist Israel Irans erklärter Erzfeind. Teheran hat seit den 1990er Jahren seine politischen und militärischen Beziehungen in der Region ausgebaut, um mit der Unterstützung schiitischer Milizen eine «Achse des Widerstands» gegen Israel zu schaffen. Der Iran unterhält gute Beziehungen zur Hamas. Die Islamische Republik will nach eigenen Angaben auch bei der Freilassung von Geiseln vermitteln.

Das Golfemirat Katar gehört seit etwa 15 Jahren zu den wichtigsten Unterstützern der Hamas. Das reiche Emirat greift der islamistischen Bewegung vor allem politisch unter die Arme und leistet finanzielle Hilfe, etwa beim Wiederaufbau von Infrastruktur nach israelischen Angriffen. Hanija selbst lebt in Katar. Amirabdollahian traf am Dienstag auch den katarischen Emir Tamim bin Hamad Al Thani.