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Irans Angriffe illustrieren den Einfluss der Algos auf den Markt

Michael Wilson

(Bloomberg) -- Wie stark der Einfluss von Algos auf den Finanzmarkt ist, ließ sich am Mittwoch beobachten. Nach den Vergeltungsangriffen des Irans auf US-Militärbasen griffen auf Algorithmen basierende Handelssysteme Schlagzeilen mit den Schlüsselworten “Iran” und “Angriff” auf. Turbulenzen am Devisenmarkt wurden damit deutlich verschärft, wie Händler aus den Stunden des asiatischen Handels berichteten.

Eine Welle von Dollar-Verkaufsorders gegen Yen ließ die amerikanische Währung um bis zu 0,7% absacken. Dann folgte allerdings eine ebenso steile Erholung, nachdem Irans Außenminister Dschawad Sarif erklärte, die Regierung in Teheran habe die Maßnahmen in Selbstverteidigung ergriffen. Der Markt nahm dies als Zeichen dafür, dass der Konflikt mit den USA nicht sofort eskalieren wird.

Die Bewegung ging so schnell, dass Händler, die die Sitzung mit einer Short-Position in Dollar-Yen bei 108,45 begonnen hatten, am Ende eine Long-Position hatten, nachdem Algos aus der ganzen Welt ihre Gebote erreicht hatten. Algos verkauften auch australische Dollar und Neusseeland-Dollar, als die Märkte von einer Welle der Risikoaversion erschüttert wurden.

Bereits nach zwei Stunden wurde die Welle der Haven-Trades, die über Aktien, Treasuries und Währungen hinweggefegt war, schnell abgebaut.

Überschrift des Artikels im Original:Algos Seized on Iran Headlines Then Currency Markets Turned (2)

Kontakt Reporter: Michael Wilson in Sydney mwilson176@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Tan Hwee Ann hatan@bloomberg.net, Y-Sing Liau, Nicholas Reynolds

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