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Iran: Ermordung von Physiker wird Atomprogramm nicht aufhalten

·Lesedauer: 1 Min.

TEHERAN (dpa-AFX) - Die Ermordung des Kernphysikers Mohsen Fachrisadeh wird nach Worten des iranischen Atomchefs den Fortschritt des Atomprogramms im Land weder aufhalten noch beeinträchtigen. "Der Weg Fachrisadehs wird jetzt erst recht noch intensiver fortgesetzt", sagte Atomchef Ali-Akbar Salehi am Samstag. Ähnlich äußerte sich auch Kommunikationsminister Mohamed Dschawad Asari Dschahromi. "Für die eine herausgerissene Blume werden Tausende nachwachsen", twitterte der Minister.

Der Geheimdienst und die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben bereits die Ermittlungen nach den Attentätern aufgenommen. Die iranische Führung hat sich jedoch bereits festgelegt, dass "Agenten des zionistischen Regimes hinter dem Terroranschlag stecken". Fakhrisadeh habe schon seit Jahren auf der schwarzen Liste Israels gestanden. Außerdem würde auch nur Irans Erzfeind vom Tod des Physikers profitieren, so die Argumentation in Teheran.

Fachrisadeh wurde am Freitag in Ab-Sard, einem Vorort östlich der Hauptstadt Teheran, erschossen. Das Verteidigungsministerium in Teheran sprach bei Bekanntgabe der Nachricht von einem "Märtyrertod". Der Kernphysiker war Mitglied der IRGC und ein Experte für die Herstellung von Raketen. Zuletzt leitete Fachrisadeh die Abteilung für Forschung und technologische Erneuerung im Verteidigungsministerium.

Viele Beobachter sahen in dem Anschlag auch einen Versuch Israels und der Regierung von US-Präsident Donald Trump, einen Neuanfang der Beziehungen zwischen Teheran und Washington zu torpedieren. "Das war nicht nur ein Anschlag auf den Professor, sondern auf die bevorstehenden diplomatischen Bemühungen beider Länder nach der Amtsübernahme von Joe Biden", twitterte der Politologe Mohsen Milani. Ähnlich sieht es auch die prominente iranische Journalistin Sahra Asghari. "Der Anschlag war der Preis, den der Iran für Trumps Wahlniederlage bezahlen musste."