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"Investoren werden ihr Kapital aus Italien abziehen"

Frankfurt/Düsseldorf (dapd). Das italienische Wahlergebnis ist nach Ansicht des Wirtschaftsweisen Lars Feld ein Rückschlag für die Stabilisierung der Eurozone. "Investoren werden ihr Kapital aus Italien abziehen", sagte der Freiburger Finanzwissenschaftler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe). Dies werde sich in steigenden Risikozuschlägen für die italienischen Zinsen niederschlagen. Die italienische Wirtschaft werde nicht aus der Rezession herausfinden.

"Damit ist die Tragfähigkeit der italienischen Staatsfinanzen erneut infrage gestellt. Die Eurokrise wird daher in Kürze mit aller Macht zurückgekehrt sein", sagte Feld. "Offenbar sind die Italiener nicht bereit, den Weg der Reformen weiterzugehen, der unter Mario Monti eingeschlagen wurde. Sie können jedoch nicht erwarten, dass die europäischen Partner oder die EZB ohne diese Reformbereitschaft zur Stabilisierung der italienischen Wirtschaft bereit sind."

Nach Einschätzung des Direktors des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, ist das Wahl-Patt in Italien auch das Produkt einer Sparpolitik á la Angela Merkel, wie sie von Ex-Premier Monti praktiziert wurde. "Das Wahlergebnis ist in der Tat eine schallende Ohrfeige für die bislang praktizierte Politik. Die Wähler Italiens wollen diese Politik offenkundig nicht, weil sie nicht überzeugt sind, dass sie funktioniert. Und damit haben sie sogar recht", sagte Horn "Handelsblatt Online". Eine Konsolidierung der Staatsfinanzen über eine Sparpolitik sei zum Scheitern verurteilt.

dapd

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