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Der Investmentchef eines milliardenschweren Digital-Asset-Managers erwartet, dass der Aktienmarkt in den USA um weitere 30 Prozent einbricht

Steven McClurg ist der Investmentchef bei Valkyrie Investments.
Steven McClurg ist der Investmentchef bei Valkyrie Investments.

Es fällt inzwischen selbst den größten Bitcoin-Fans schwer, Anleger davon zu überzeugen, dass der Bitcoin hohe Gewinne einbringen wird. Die beliebte Kryptowährung ist im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent gefallen. Auch Ethereum musste mit einem Rückgang von 47 Prozent einiges einstecken. Dies ging mit einem Ausverkauf bei den Aktien einher, wobei der S&P 500 und der Nasdaq um 19 Prozent beziehungsweise 28 Prozent fielen.

Beide Asset-Klassen scheinen inzwischen zu korrelieren und laut Steven McClurg können beide innerhalb der nächsten Monate noch weiter fallen. Der Investmentmanager verknüpft die Entwicklung mit den steigenden Zinssätzen der US-Notenbank.

"Es ist eine große Enttäuschung, aber keine Überraschung", sagte McClurg, der Investmentchef von Valkyrie Investments, das ein Vermögen von rund einer Milliarde US-Dollar verwaltet. "Immer wenn es einen kompletten Markt-Risiko-Ausverkauf gibt, verkaufen die Fonds zuerst ihre liquidesten Anlagen – in diesem Fall Bitcoin und die Nasdaq-Tech-Aktien." Außerdem erklärte McClurg, warum er einen weiteren Rückgang am Aktienmarkt erwartet und wieso er glaubt, dass Bitcoin auf 22.000 US-Dollar fallen könnte.

Ausblick auf den Aktienmarkt


Im März kündigte der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, eine Zinserhöhung an. Der Aktienmarkt brach daraufhin ein, weil höhere Zinsen die Kreditaufnahme teurer werden lassen.

McClurg ist der Ansicht, dass die Notenbank in den nächsten Monaten eine restriktive Haltung einnehmen wird, um die Inflation einzudämmen, die in den USA mit 8,3 Prozent ein 40-Jahres-Hoch erreicht hat, während das BIP bei 3,4 Prozent liegt. "Stagflation ist nicht nur ein Risiko, sondern eine Realität", sagte er. "Und solange die Inflation hoch ist, wird die Notenbank die Zinssätze weiter anheben." Weiter sagte McClurg: "Ich erwarte inzwischen, dass der S&P 500 um weitere 30 Prozent fallen wird."

Target war in dieser Woche eines der wichtigsten Börsenereignisse. Die Aktien des Einzelhändlers stürzten am Mittwoch um bis zu 27 Prozent ab, nachdem das Unternehmen geringere Gewinne als erwartet gemeldet hatte – und der Dow Jones fiel am selben Tag um 1.100 Punkte.

Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Aktienmarkt sich auf ein weiteres Gemetzel einstelle, sagte McClurg. "Target könnte ein Vorbote für die Zukunft sein – der Schmerz ist eindeutig noch nicht vorbei."

Bitcoin bei 22.000 Dollar


Ein Abrutschen der großen Indizes würde sich McClurg zufolge wahrscheinlich auch auf den Bitcoin-Preis auswirken. Er glaubt, dass der Token seinen Tiefpunkt bei etwa 25.000 Dollar erreichen wird und bis auf 22.000 Dollar fallen könnte.

"Wenn es einen größeren Abschwung gibt, kann sich der Bitcoin-Preis sehr schnell bewegen", sagte McClurg Business Insider. "Ich denke, er kann bis auf 22.000 Dollar fallen, aber ich wäre sehr überrascht, wenn er unter 18.000 Dollar fallen würde."

Für Kleinanleger ist es verlockend, in solchen Situationen zu kaufen, aber auch sehr riskant. Wenn sie den Bitcoin nicht zum richtigen Zeitpunkt kaufen, könnten sie weitere Verluste erleiden.

"Ich würde den Menschen davon abraten, ihre Bitcoins jetzt zu verkaufen, ich würde ihnen aber auch nicht sagen, dass sie noch mehr einkaufen sollten", sagte McClurg. "Wenn der Bitcoin einmal auf 25.000 Dollar fällt, würde ich vielleicht wieder kaufen. Es ist aber auch verständlich, wenn man noch nicht bereit ist, das eigene Portfolio ins Risiko zu stürzen."

Dieser Artikel wurde von Meltem Sertatas aus dem Englischen übersetzt. Den Originaltext findet ihr hier.

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