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Investmentbanker bei Barclays feiern Rekordjahr – Bank zahlt Mini-Dividende

Volkery, Carsten
·Lesedauer: 2 Min.

Die britische Großbank Barclays hat das Corona-Jahr gut überstanden. Vorstandschef Staley verspricht auch für das laufende Jahr Gewinne.

Barclays-Anleger können sich wieder über eine Dividende freuen. Nachdem die Bank im vergangenen Jahr die Zahlung wegen der Coronakrise ausgesetzt hat, will sie nun einen Pence pro Aktie ausschütten. Zudem strebt das Institut den Rückkauf eigener Aktien im Volumen von 700 Millionen Pfund an. Das gab die britische Großbank am Donnerstag bekannt.

Der Vorsteuergewinn sank 2020 um 30 Prozent auf 3,1 Milliarden Pfund. Analysten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent auf 21,8 Milliarden Pfund.

Wie schon in den Quartalen zuvor retteten die Investmentbanker auch im vierten Quartal das Ergebnis. Im Gesamtjahr wuchs der Vorsteuergewinn der Sparte um 35 Prozent auf vier Milliarden Pfund. Im Handel mit Aktien, Anleihen und Devisen sowie im M & A-Geschäft verzeichnete die Bank ein Rekordjahr.

Im Geschäft mit Kreditkarten und Verbraucherkrediten hingegen fiel ein Vorsteuerverlust von 388 Millionen Pfund an. Der Bereich war zwar in der zweiten Jahreshälfte wieder profitabel, litt aber unter der hohen Risikovorsorge. Auch das Filialgeschäft in Großbritannien litt unter der Coronakrise. Die Eigenkapitalrendite der Gruppe insgesamt betrug daher nur 3,2 Prozent, obwohl die Investmentbanksparte eine Eigenkapitalrendite von 9,5 Prozent erreichte.

Das diversifizierte Geschäftsmodell habe die Schocks von 2020 abgefedert, sagte Barclays-Chef Jes Staley. Man erwarte auch in diesem Jahr „bedeutsame Gewinne“.

Die große Frage ist, wie sich die Zahlen entwickeln, wenn die Sonderkonjunktur der Investmentbanker wieder abflaut. Denn im britischen Heimatmarkt sind die Aussichten durchwachsen. Die Auswirkungen des Doppelschocks durch Corona und Brexit auf die Wirtschaft sind noch nicht klar, und die Niedrigzinsen werden die Rendite auf absehbare Zeit drücken.

Für Kreditausfälle im Zuge der Coronakrise scheint die Bank immerhin gut gerüstet. Sie hat die Risikovorsorge 2020 auf 4,8 Milliarden Pfund erhöht. Auch hat sie eine üppige Kernkapitalquote von 15,1 Prozent.