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Intensivmediziner-Vereinigung: Noch Betten frei, Verlegungen möglich

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz einer starken Belastung des Gesundheitssystems in der Pandemie sehen Experten noch Kapazitäten auf den deutschen Intensivstationen. Man stehe derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen, erklärten die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin beim Robert Koch-Institut (RKI) in einer gemeinsamen Stellungnahme am Mittwochabend.

Auch für den Fall einer möglichen regionalen Überlastung von Kliniken sei bereits seit einiger Zeit geregelt, dass Patienten innerhalb Deutschlands verlegt werden können, betonte die Fachgesellschaft. Und weil spätestens ab Montag durch die Feiertage keine planbaren OPs mehr durchgeführt würden, sei mit Entlastung für die Intensivstationen zu rechnen.

"Ich möchte mit Nachdruck deutlich machen, dass es aktuell noch freie Intensivbetten in Sachsen gibt und Patienten über die Krankenhausleitstellen dementsprechend verteilt werden", erklärte der verantwortliche Koordinator für die Verteilung von Covid-19-Patienten in Sachsen, Christian Kleber, laut der Divi-Mitteilung. "Bis heute wurden alle Anfragen bezügliches eines Intensivbettes an die Krankenhausleitstellen erfolgreich bearbeitet und zugewiesen", so der leitende Oberarzt vom Uniklinikum Dresden.

Zuvor hatten Äußerungen eines Mediziners aus Zittau für Wirbel gesorgt. Demnach soll am Klinikum Oberlausitzer Bergland schon mehrfach triagiert worden sein, weil nicht genügend Beatmungsbetten zur Verfügung stehen. Triage bedeutet, dass Ärzte bei knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

Das Klinikum erklärte, dass die Corona-Lage dort kritisch ist. Die Intensivmedizin stoße "an die Grenzen des Leistbaren", teilte der Träger, das Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz, mit. Die Kapazität der beiden eigens eingerichteten Corona-Infektionsstationen von insgesamt 100 Betten in den beiden Standorten des Klinikums könne nicht ausgeschöpft werden, weil Personal fehle. Allerdings betonte die Einrichtung, dass alle Patienten, die in die beiden Krankenhäuser kommen, "die bestmögliche Therapie" erhielten. Sollten die Corona-Stationen keine Patienten mehr aufnehmen können, würden die Erkrankten in die umliegenden Krankenhäuser geflogen.