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IntactGP: Lüthi in Le Mans Fünfter, Schrötter hadert nach vier Stürzen

·Lesedauer: 3 Min.

Das deutsche IntactGP-Team erlebte ein schwieriges Moto2-Rennwochenende in Frankreich. Im Laufe der Trainings hatte Marcel Schrötter vier Stürze.. Das kostete etwas Selbstvertrauen. Ins Rennen ging der Deutsche von Startplatz 18. Teamkollege Tom Lüthi griff von Position 13 an.

Le Mans war schon seit jeher eine der Paradestrecken des Schweizers. Auch diesmal machte Lüthi Positionen gut und sah die Zielflagge alleine fahrend als Fünfter. Sein Rückstand auf Sieger Sam Lowes betrug nach 25 Runden knapp 22 Sekunden.

"Der fünfte Platz ist ganz solide nach diesem Wochenende", zieht Lüthi Bilanz. "Das waren wichtige Punkte und ich glaube, dass wir nach diesen letzten Tagen damit zufrieden sein müssen. In der Phase, in der wir uns aktuell befinden, ist das durchaus positiv zu bewerten."

"Dennoch ist der Abstand nach vorn noch sehr groß. Die meiste Zeit habe ich tatsächlich in der Anfangsphase verloren, weil nur eine Linie trocken war, was das Überholen und sitzen bleiben generell sehr heikel gemacht hat."

"Es war sehr schwierig, weil man einfach keinen Platz hatte, da die Strecke neben der Ideallinie eben noch nass war. Ich freue mich über den fünften Platz und das positive Gefühl nehme ich für nächste Woche nach Aragon mit."

Schrötter: Vier Stürze im Training nagen am Vertrauen

Schrötter gaben vor allem seine Stürze zu denken. Er ist in dieser Saison schon elfmal zu Boden gegangen. Nur Jorge Navarro (12x) und Kasma Daniel (15x) sind bisher öfter gestürzt. "Es ist keine leichte Situation, wenn man in fast jedem Training gestürzt ist", sagt er deshalb.

"Im Warm-up hatte ich einen ziemlich schnellen Sturz, wobei ich mir den Kopf etwas angeschlagen habe. Natürlich ist dann irgendwann auch mal das Vertrauen weg. In der Regel habe ich mit so etwas keine Probleme, aber man beginnt dann schon zu zweifeln."

"Aber das sind Momentaufnahmen. Ich bin es einfach nicht gewöhnt, viermal an einem Wochenende zu stürzen. Es war so schon ein zähes Wochenende und dann noch solche Wetterverhältnisse für das Rennen zu haben, ist sicherlich nicht optimal."

Im Rennen eroberte der Deutsche den zehnten Platz

Im Rennen eroberte der Deutsche den zehnten Platz<span class="copyright">IntactGP</span>
Im Rennen eroberte der Deutsche den zehnten PlatzIntactGP

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"Mir war aber schnell klar, dass wir auf Slicks fahren müssen. Ich habe mich am Anfang auch recht wohl gefühlt, es ist nur extrem schwierig, nach vorn zu kommen, weil nur eine Linie wirklich fahrbar war."

"Wenn andere Fahrer gerutscht sind, muss man auch vom Gas gehen und so sind dann eben die Lücken nach und nach entstanden. Wir haben zudem einen Vorderreifen gewählt, von dem wir nicht wussten, ob er die bessere Option ist."

"Für mich war es jedoch der sicherere Reifen", glaubt Schrötter. "Wichtig war, dass ich das Rennen beende. Bis ein paar Runden vor Schluss habe ich das ganz ordentlich gemacht, aber ich konnte nicht schneller fahren."

"Es gab dann noch viel Gerangel am Ende, sodass wir schlussendlich Zehnter geworden sind, was nach so einem schwierigen Wochenende Schadensbegrenzung ist. Wir müssen das jetzt abhaken und in Aragon wieder voll angreifen."

In der Weltmeisterschaft ist Lüthi Siebter und Schrötter Elfter.

Mit Bildmaterial von IntactGP.