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Institutionelle Anleger unterstreichen wachsende Bedeutung von ESG bei Entscheidungen über Investitionen und Stimmrechtsvertretung, so eine neue Umfrage von Morrow Sodali

Institutionelle Anleger mit verwalteten Vermögenswerten im Wert von insgesamt 26 Billionen US-Dollar bestätigen einstimmig, dass Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umwelt-, sozialen und Governancefragen (ESG) in den vergangenen 12 Monaten eine zunehmend wichtige Rolle bei ihren Investitionsentscheidungen und bei der Bewertung von Portfoliounternehmen gespielt haben. Dies ist der heute veröffentlichten Umfrage zu entnehmen, die jährlich von Morrow Sodali bei institutionellen Investoren durchgeführt wird.

Die Morrow-Sodali-Umfrage beleuchtet die Fokusbereiche, die am wichtigsten sind, wenn institutionelle Anleger entscheiden, wie sie ihre Stimmrechte auf den Jahreshauptversammlungen 2020 ausüben wollen. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass das breit definierte ESG-Konzept von Umwelt-, sozialen und Governancefragen eine direkte praktische Rolle bei Aktionärsversammlungen, Stimmrechtsvertretung, Engagement und den verschiedenen Arten und Weisen spielt, wie Anleger ihre Aufsichts- und Lenkungsverantwortung wahrnehmen.

Mehrere Ergebnisse waren besonders beachtlich:

- Klimawandel ist die Hauptpriorität auf der ESG-Agenda von Investoren. Alle Unternehmen sollten, unabhängig von ihrem Sektor, mit einer eingehenderen Hinterfragung ihrer Einstellung zu diesem Thema rechnen.

- Investoren erwarten Informationen zu den inneren Abläufen im Verwaltungsrat, was die Bedeutung eines Engagements von Verwaltungsrat und Aktionären unterstreicht.

- Allgemein dominiert die leistungsorientierte Vergütung weiterhin als wichtiger Druckpunkt für Investoren, aber die Betonung liegt zunehmend darauf, wie Unternehmen und Verwaltungsräte auf die Bedenken und Neinstimmen von Aktionären reagieren.

- Viele Investoren verlangen ausführlichere nicht-finanzbezogene Informationen, die sie als wichtigen Indikator der zugrundeliegenden Kultur, Integrität und Nachhaltigkeit des Unternehmens betrachten. Im Hinblick auf Klimawandelfaktoren ist es vorrangig für Investoren, dass Unternehmen sehr deutlich machen, worin die Verbindung zu ihren Finanzrisiken und -chancen besteht.

Die bereits zum fünften Mal durchgeführte jährliche Umfrage von Morrow Sodali fand im Januar 2020 statt. 41 institutionelle Investoren aus der ganzen Welt mit verwalteten Vermögenswerten von insgesamt 26 Billionen US-Dollar nahmen an der Umfrage teil.

Zu den Ergebnissen gehörten insbesondere:

- Investoren sind eher geneigt, Aktivisten zu unterstützen, wenn die Governance des Unternehmens schwach ist. Dies ist ein noch wichtigerer Faktor als die Überzeugungskraft der von den Aktivisten vorgeschlagenen Geschäftsstrategie.

- Eine überwältigende Mehrzahl von Investoren erwartet, dass Unternehmen in ihrer Berichterstattung eine Verbindung zwischen Finanzrisiken, Chancen und Klimawandel aufzeigen, wobei eine Mehrheit auch der Auffassung ist, dass eine ausführlichere Darstellung des Verfahrens, wie diese Risiken und Chancen identifiziert wurden, die klimawandelbezogenen Offenlegungen der Unternehmen erheblich verbessern würden.

- Auf dem zweiten Platz gleich nach dem Klimawandel wird das Humanressourcen-Management von Investoren als wichtiges Nachhaltigkeitsthema genannt, das sie bei der Interaktion mit den Vorständen 2020 besonders beachten wollen. Ein spezifischer Fokus liegt dabei auf verbesserter Darstellung der Mitwirkung des Verwaltungsrates bei der Festlegung der Unternehmenskultur zusätzlich zu robusten Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren.

- Investoren geben in breiter Übereinstimmung an, dass Ansätze und Ergebnisse des Stakeholder-Engagements zusammen mit der Erläuterung des Unternehmenszwecks in die Berichte von Unternehmen aufgenommen werden sollten.

- ESG und Nachhaltigkeit spielen eine wichtigere Rolle bei Entscheidungen zu festverzinslichen Investitionen. ESG-Rating-Agenturen haben sich als bedeutender Faktor bei der Analyse von Risiken und Chancen neben den Kredit-Rating-Agenturen etabliert.

Kiran Vasantham, Director of Investor Engagement, sagte dazu: „ESG ist jetzt ein etabliertes Kriterium für Investoren und wir sind fest davon überzeugt, dass Unternehmen diese Frage auf Vorstandsebene proaktiv behandeln müssen, im Wesentlichen als bidirektionale Kommunikation mit ihren Aktionären und Investoren. ESG ist kein Zielort, sondern ein Weg. Unternehmen, die nicht erkennen, wie wichtig dieses Engagement ist, laufen Gefahr, hinter den Erwartungen ihrer treuesten langfristigen Kapitalgeber zurückzubleiben und diese wichtigen Beziehungen zu schwächen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich ein breiter Querschnitt von Investoren an der Umfrage beteiligt hat, denn diese bietet wertvolle Erkenntnisse über die Prioritäten von Vermögensverwaltern und gibt Unternehmen eine Vorwarnung über die ESG-Fragestellungen, die die Investitions- und Abstimmungsentscheidungen 2020 beeinflussen werden."

Den vollständigen Bericht zur Morrow-Sodali-Umfrage mit institutionellen Investoren 2020 finden Sie hier. Frühere Umfrageergebnisse (2016, 2017, 2018, 2019) erhalten Sie hier.

Über Morrow Sodali

Morrow Sodali ist ein führender Anbieter von strategischer Beratung und Aktionärsdienstleistungen für Unternehmenskunden weltweit. Das Unternehmen bietet Verwaltungsräten und Führungskräften strategische Beratung und Dienstleistungen in Bezug auf Corporate Governance, Kommunikation und Engagement mit Aktionären und Anleihegläubigern, Kapitalmarktbeobachtung, Proxy Solicitation, Aktionärsaktivismus sowie Fusionen und Übernahmen.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York und London sowie Niederlassungen und Partner in wichtigen Kapitalmärkten bedient mehr als 700 Unternehmenskunden in 40 Ländern, darunter viele der weltweit größten multinationalen Konzerne. Zu den Kunden des Unternehmens zählen neben börsennotierten und privaten Unternehmen Anlagefonds, EFTs, Börsen und Mitgliedsvereinigungen.

Weitere Informationen über Morrow Sodali erhalten Sie unter www.morrowsodali.com

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