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Innovative Industrial Properties: Yep, das ist ein Problem

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Innovative Industrial Properties (WKN: A2DGXH) besitzt eine attraktive Wachstumsgeschichte. Der Cannabis-Markt ist dabei weiterhin sehr ergiebig, das Portfolio noch vergleichsweise jung. Ein Wachstumstreiber für den US-amerikanischen Real Estate Investment Trust ist zudem, dass die Produzenten von Cannabis kaum Möglichkeiten besitzen, um externe Geldquellen anzuzapfen.

Das Versilbern ihrer Immobilien zu teils hohen Mietzinsen ist daher eine der wenigen Möglichkeiten. Und Innovative Industrial Properties ist ein Anbieter, der genau dieses Geschäftsmodell bedient. Das führte zu einem starken Dividendenwachstum sowie operativen Wachstum, das eine überaus starke Gesamtrendite ermöglicht hat.

Jetzt könnte es jedoch eine Bremse für die Wachstumsgeschichte des US-REITs geben. In den USA ist eine wichtige Entscheidung gefallen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, wo genau das Problem liegt.

Innovative Industrial Properties: Mehr Konkurrenz …?

Wie wir mit Blick auf die aktuelle Legalisierungswelle in den USA erkennen können, gibt es Bewegung im Cannabis-Markt. Demnach hat das US-Repräsentantenhaus am Montag ein Gesetz verabschiedet, das es US-amerikanischen Banken erlaubt, Dienstleistungen an Cannabis-Akteuren zu verrichten, die in Staaten operieren, wo Marihuana bereits legal ist. Das könnte womöglich mehr Konkurrenz für Innovative Industrial Properties bedeuten.

Die Stimmlage ist dabei sehr eindeutig gewesen: 321 Repräsentanten stimmten für den Entwurf, lediglich 101 dagegen. Damit ist eine mögliche Wachstumsbremse jetzt beseitigt. Allerdings ist damit der finale Schritt womöglich noch nicht getan: Das Gesetz stellt nämlich lediglich klar, dass der US-Bund Erlöse aus legalen Cannabisgeschäften (in einzelnen Bundesstaaten) nicht als illegal betrachtet. Die jeweiligen Aufsichtsbehörden werden außerdem angewiesen, auszuarbeiten, wie sie die Bankaktivitäten im Cannabis-Segment regulieren könnten.

Damit zeigt sich insgesamt: Die US-Banken dürften zu einem Konkurrenten bei der Finanzierung für die Cannabisbranche werden. Wobei die Genehmigungslage sich für Banken damit konsequent aufhellt. Allerdings ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen und es dürfte noch Zeit benötigen, bis aufsichtsrechtliche Konzepte letztlich erarbeitet sind.

Ein größeres Problem …?

Der Eintritt der US-Banken in den Cannabis-Markt könnte natürlich zu einem Problem für Innovative Industrial Properties werden. Wie gesagt: Der Real Estate Investment Trust profitiert davon, dass die Banken eben nicht die Finanzierung übernehmen können. Konkurrenz ist daher kein Thema, könnte es zukünftig jedoch sein.

Foolishe Investoren sollten trotzdem würdigen, dass die Cannabis-Branche auch für die US-Geldhäuser mit Risiken verbunden ist. Einige Unternehmen dürften auch hier nur zu vergleichsweise teuren Konditionen Kredite erhalten. Das könnte das Leistungsspektrum von Innovative Industrial Properties weiterhin attraktiv machen.

Die Ausgangslage für den Real Estate Investment Trust könnte sich trotzdem eintrüben. Wobei eine Genehmigung früher oder später sowieso sehr wahrscheinlich gewesen ist. Jetzt gilt es zu beurteilen, wie sich Innovative Industrial Properties auch in Anbetracht dieser Thematik schlägt. Sowie, welche operativen Auswirkungen das mittel- bis langfristig für den stark wachsenden REIT haben könnte.

Der Artikel Innovative Industrial Properties: Yep, das ist ein Problem ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Innovative Industrial Properties. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Innovative Industrial Properties.

Motley Fool Deutschland 2021