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Ingo Nommsen ist zu nett

·Lesedauer: 2 Min.
Ingo Nommsen kennt man vor allem als gut gelaunten Moderator. Nun veröffentlichte der ausgebildete Journalist sein  zweites Buch. (Bild: Jens van Zoest)
Ingo Nommsen kennt man vor allem als gut gelaunten Moderator. Nun veröffentlichte der ausgebildete Journalist sein zweites Buch. (Bild: Jens van Zoest)

Ingo Nommsen kennt man vor allem aus dem Fernsehen: 20 Jahre lang moderierte er, stets gut gelaunt, "Volle Kanne - Service täglich" im ZDF. Ein knappes Jahr nach seinem Ausstieg veröffentlicht er nun sein zweites Buch: Es berichtet, wie aus Nettigkeit eine Lebenskrise wurde und wie er damit umging.

Er gehört zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Fernsehens: Zwei Jahrzehnte - von 2000 bis 2020 - präsentierte Ingo Nommsen das Vormittagsmagazin "Volle Kanne - Service täglich". Er moderierte zahlreiche Shows und stand in Gastrollen, etwa in der Kult-Sitcom "Pastewka" (SAT.1, Amazon Prime), vor der Kamera. Seine nette, gut gelaunte Art war dabei stets sein Markenzeichen. Doch ausgerechnete dies wurde für den Privatmenschen Ingo Nommsen eines Tages zum Verhängnis. Was genau passierte und wie er damit umging, davon berichtet der inzwischen 50-Jährige in seinem zweiten Buch: "Hilfe, ich bin zu nett! - Grenzen setzen, wenn andere Ihre Freundlichkeit ausnutzen. Schritt für Schritt zur Selbstbehauptung" ist seit dem 20. September im Handel.

Der Tod seines Vaters, erinnert sich Nommsen in dem biografischen Ratgeber, habe ihn vor vier Jahren in eine tiefe Lebenskrise gestürzt: "Da war sie: die Vollbremsung meines Lebens", schreibt er. Plötzlich habe er sein gesamtes Leben, wer er ist, und wer er sein will, bewusster denn je hinterfragt. Am Ende war es vor allem eine viele Jahre zurückliegende Kritik von Showlegende Frank Elstner, die ihn zum Umdenken bewegte: "Sie sind zu nett".

In "Hilfe, ich bin zu nett!" schildert Ingo Nommsen anhand seiner eigenen Biografie, wie man es schafft, häufiger "Nein" zu sagen. (Bild: Ariston)
In "Hilfe, ich bin zu nett!" schildert Ingo Nommsen anhand seiner eigenen Biografie, wie man es schafft, häufiger "Nein" zu sagen. (Bild: Ariston)

"Eine spannende Expedition zu mir selbst"

"Sein Satz traf mich wie ein Vorschlaghammer", erinnert sich Nommsen in seinem Buch. Wirklich verstanden hat er ihn allerdings lange Zeit nicht. Erst nach dem Tod seines Vaters kam es zum Wendepunkt: Nommsen erkannte, dass er Konflikte mied und Entscheidungen vertagte, dass er fremde Erwartungen erfüllte und viel zu selten "Nein" sagte. Die Arbeit an seinem zweiten Buch half ihm, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Auf rund 250 Seiten erklärt er, welche Schritte er machte und welche Verhaltensfallen es zu vermeiden gilt.

"Für mich ist dieses Buch eine spannende Expedition zu mir selbst geworden", lässt sich Nommsen in einer Presseankündigung zitieren. "Zentral war für mich dabei die Klärung entscheidender Fragen: Wer bin ich? Und: Wie will ich sein? Bin ich tatsächlich der durch und durch nette Ingo? Oder gibt es auch andere Seiten an mir?" Heute, so verrät es sein Buch, ist Nommsen verheiratet und Vater eines Kindes. Er sei inzwischen auf eine "nicht bekannte Art" mit sich im Reinen, wie er kürzlich in einem Interview betonte.

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