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Die Inflationsrate fällt im Sommer unter zwei Prozent, erwartet die Deutsche Bank

Die Inflationsrate fällt und kann in Deutschland schon im Sommer unter zwei Prozent sinken, erwartet die Deutsche Bank.  - Copyright: Pete Ryan für Business Insider
Die Inflationsrate fällt und kann in Deutschland schon im Sommer unter zwei Prozent sinken, erwartet die Deutsche Bank. - Copyright: Pete Ryan für Business Insider

Die Inflation in Deutschland geht nach Einschätzung der Deutschen Bank schneller zurück als bisher erwartet. Die Inflationsrate könne schon im Sommer unter die wichtige Marke von zwei Prozent fallen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Ökonomen von Deutsche Bank Research hervor. Die größte deutsche Bank erwarte, dass die Teuerung im Februar zunächst weiter von 2,9 auf 2,4 Prozent fällt. Eine erste offizielle Schätzung dazu veröffentlicht das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag.

Der Wert von zwei Prozent Inflation ist wichtig, weil er das Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) markiert. Je schneller und nachhaltiger die Inflation auf oder unter zwei Prozent fällt, umso eher könnte die EZB die Leitzinsen senken. Die nächste Zinsentscheidung der EZB steht am 7. März an. Zuletzt lag die Inflationsrate ein Deutschland vor drei Jahren, im März 2021, unter zwei Prozent.

Die Deutsche Bank sieht sogar eine Chance, dass die Inflationsrate bereits im Frühjahr unter zwei Prozent fällt. Der Grund für den Rückgang der Jahresrate der Inflation ist vor allem, dass Energie derzeit billiger ist als vor einem Jahr. Auch in den kommenden Monaten würden niedrigere Strom- und Gaspreise einen möglichen Anstieg der Kraftstoffpreise mehr als ausgleichen.

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Die Ökonomen geben aber auch zu Bedenken, dass die Kerninflation – ohne die Preise für Energie und Nahrungsmittel – voraussichtlich noch länger höher als zwei Prozent bleiben wird. Ein Grund dafür seien starken Lohnsteigerungen. Die Wirtschaftsinstitute prognostizieren für 2024 einen Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer um fast fünf Prozent. 2023 waren die Einkommen der Arbeitnehmer sogar um 6,2 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass die Einkommen aktuell deutlich stärker steigen als die Preise. Die Kaufkraft vieler Verbraucher dürfte in diesem Jahr als spürbar zunehmen. Ökonomen versprechen sich dadurch Impulse für den Konsum und die Konjunktur.

Die Deutsche Bank senkte auch ihre Prognose für die durchschnittliche Inflation in diesem Jahr auf 2,2 Prozent und nur noch 1,9 Prozent im Jahr 2025. Die Kerninflation werde 2024 bei 2,9 Prozent liegen und i 2025 nur leicht auf 2,7 Prozent fallen.

Dazu passt, dass weniger Unternehmen in Deutschland planen, ihre Preise zu erhöhen. „Die Inflation dürfte daher in den kommenden Monaten ihren Rückgang fortsetzen“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die Ifo-Preiserwartungen sind im Februar auf 15,0 Punkte gesunken, nach 18,8 Punkten im Januar. Die Punktzahl wird errechnet, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen.

Besonders in konsumnahen Branchen wollen weniger Firmen ihre Preise anheben. Vor allem in der Beherbergung sowie bei Kunst, Unterhaltung und Kultur sollen die Preiserhöhungen gering ausfallen, ebenso in der Gastronomie. Im Einzelhandel hingegen sind die Ifo-Preiserwartungen leicht gestiegen. Dazu trugen besonders Nahrungsmittel und Getränke bei. Auch im verarbeitenden Gewerbe sei die Preiserwartung leicht gestiegen. Am Bau hingegen wollen die Unternehmen ihre Preise sogar mehrheitlich senken.

Mit Material von dpa.