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Mit der Inflation im Nacken: Ist das Jahr 2022 kein guter Zeitpunkt, um auf Dividendenaktien mit 3 bis 5 % Rendite zu setzen?

·Lesedauer: 3 Min.
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Inflation wird uns auch im neuen Börsenjahr 2022 begleiten und damit auch Dividendenaktien und Einkommensinvestoren. Im Kern gilt: Bei einer Inflationsrate von inzwischen teilweise über 5 % liefern Dividendenrenditen von 3 bis 5 % keinen attraktiven Ausgleich mehr. Zumindest nicht direkt zum Start.

Heißt das, dass man zum Ausgleich nicht mehr auf Dividendenaktien setzen sollte? Nein, natürlich nicht. Aber es gibt ohne Zweifel ein paar interessante Werte und Kennzahlen beziehungsweise andere Perspektiven, die man beherzigen sollte. Einzig und alleine 3 bis 5 % Dividendenrendite sind vielleicht jetzt nicht mehr das größte Zugpferd.

Inflation & Dividendenaktien: Wachstum als Schlüssel

Grundsätzlich sind Inflation und Dividendenaktien ein Paar, das direkt einen Vergleich ermöglicht. Allerdings dreht sich im Kern viel bei solchen Vergleichen um die jetzige Ausgangslage. Das, was das Salz in der Suppe sein kann, ist ein mögliches Wachstum. Aber idealerweise auch ein vielschichtiges Wachstum und nicht nur eines, das bei der Dividende endet.

Trotzdem gilt: Ein Dividendenwachstum ist geeignet, um die Inflation auszugleichen. Wenn eine Ausschüttungssumme je Aktie konsequent und vor allem über den Teuerungsraten wächst, so ist diese Aktie trotzdem noch eine gute Investition. Ganz einfach, weil das Wachstum beim passiven Einkommen den Effekt der Entwertung abfedert. Aber es gibt eine zweite Komponente, die man beachten sollte.

Dividendenaktien, die zum Ausgleich gegen die Inflation Wachstum einsetzen, sollten auch operativ wachsen. Durch steigende Gewinne und freie Cashflows gibt es zudem eine Kursperformance und eine höhere Gesamtrendite. Nicht nur 3 bis 5 % Dividendenrendite oder auch ein anderer Wert hat dem etwas entgegenzusetzen. Nein, sondern eben auch ein Wachstum, das über den Teuerungsraten liegt.

Die Gewinnrendite als wichtigerer Fokus

Es gibt jedoch auch noch einen anderen Blickwinkel, der zeigt, ob Dividendenaktien besser sind als die Inflation. Die Dividende selbst ist schließlich nur ein Teil der Rendite. Ja, sogar lediglich ein Teil des Gewinns oder auch des freien Cashflows.

Im Endeffekt können wir als Gesamtrendite auch noch die Gewinnrendite wählen. Diese Kennzahl ist quasi umgedreht das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Ein Beispiel: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,5 bedeutet eine Gewinnrendite von ca. 8 %, wobei das natürlich auf Basis bloßer Stagnation berechnet wird. Wachstum ist auch hier ein Katalysator.

Bei profitablen Dividendenaktien kann es jedoch auch wichtig sein, auf die Gewinnrendite zu achten. Auch hier versteckt sich womöglich ein Wert, der über der Inflation liegt und einen Schutz vor der Geldentwertung bietet.

Dividendenaktien & Inflation: 3 bis 5 % grundsätzlich meiden?

Vielleicht fragst du dich, was trotzdem noch mit all den Dividendenaktien ist, die auf 3 bis 5 % Dividendenrendite kommen. Sowie auch, ob man sie ohne nennenswertes Dividendenwachstum oder eine bedeutend größere Gewinnrendite meiden sollte. Die Antwort: Teils, teils.

Es existieren zugegebenermaßen einige Aktien, die für diesen Zweck nicht so gut geeignet sind. Aber auch viele qualitative Ausschütter, die einen zeitlosen Schutz ermöglichen. Beispielsweise, weil sie aufgrund einer starken Preissetzungsmacht einen Ausgleich schaffen können, oder eben Wachstum. In Teilen aber auch, weil sie über eine so starke Qualität verfügen, dass Investoren einfach immer bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen.

Inflation ist vielleicht im Jahre 2022 ein Thema, eine Dividendenaktie jedoch eine bedeutend längere Investition. Auch aus diesem Fokus heraus können wir sagen: Es gibt weiterhin gute Gründe, auf ausschüttende Aktien zu setzen, selbst wenn sie in einem einzelnen Jahr vielleicht einen durchwachsenen Ausgleich bieten.

Der Artikel Mit der Inflation im Nacken: Ist das Jahr 2022 kein guter Zeitpunkt, um auf Dividendenaktien mit 3 bis 5 % Rendite zu setzen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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