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Industrie steigert Produktion im Dezember – auch energieintensive Branchen legen zu, aber der Bau schwächelt

Die Anlagen der Erdölraffinerie auf dem Industriegelände der PCK-Raffinerie GmbH sind abends beleuchtet. Ab Januar 2023 sollen die Öl- Lieferungen aus Russland durch die Pipeline "Freundschaft" ausgesetzt werden. - Copyright: Picture Alliance
Die Anlagen der Erdölraffinerie auf dem Industriegelände der PCK-Raffinerie GmbH sind abends beleuchtet. Ab Januar 2023 sollen die Öl- Lieferungen aus Russland durch die Pipeline "Freundschaft" ausgesetzt werden. - Copyright: Picture Alliance

Die deutsche Industrie ist im Dezember gewachsen. Im Vergleich zum November legten auch die energieintensiven Branchen zu. Gebremst wurde die Entwicklung von einem Rückgang der Bautätigkeit.

Die Industrie steht seit Beginn des Ukraine-Krieges wegen der extrem gestiegenen Energiekosten unter Druck. Einige Experten warnen bereits vor einer Deindustrialisierung des Landes. Zwei Zahlen aus dem Dezember weisen dagegen nun eher auf die Robustheit der Industrie hin.

Die Kernindustrie – ohne Bau und Energieerzeugung – steigerte ihre Produktion im Dezember zum Vormonat um 0,5 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr, also vor Beginn des Ukraine-Krieges, legte die Produktion in diesen Industriebereichen um 0,5 Prozent zu.

Eine leichte Erholung meldeten auch die fünf besonders energieintensiven Bereiche Chemie, Metall, Papier, Keramik und Mineralölverarbeitung. Im Dezember steigerten auch diese Branchen ihre Produktion im Vergleich zum November um 0,2 Prozent. Ihre Produktion lag aber immer noch um deutliche 12,9 Prozent unter dem Vorkriegsniveau vom November 2021.

Für das gesamte Produzierende Gewerbe einschließlich Energieerzeugung und Bau sehen die Zahlen nicht mehr ganz so gut aus. Insgesamt stieg im Produktion zum Vormonat um 0,2 Prozent. Sie blieb aber um 0,4 Prozent unter dem Vorjahr. Der Grund dafür ist vor allem die Schwäche im Bau-Sektor. Die Produktion im Baugewerbe ging im Dezember im Vergleich zum November um 2,2 Prozent zurück. Dabei sind Saison- und Kalendereffekte bereits bereinigt.