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Indigene fordern wegen Corona-Gefahr Abzug illegaler Bergbauarbeiter

·Lesedauer: 1 Min.
Indigene Völker fordern wegen Corona-Gefahr Abzug illegaler Bergbauarbeiter

Vertreter der indigenen Bevölkerung in Brasilien fordern wegen der Gefahr einer Corona-Infektion den Rückzug illegaler Bergbauarbeiter aus dem Gebiet der Yanomami. Sie überreichten dem brasilianischen Kongress am Donnerstag eine Petition mit mehr als 400.000 Unterschriften. "Wir wollen, dass die Behörden Maßnahmen ergreifen. Wir wollen nicht weiterhin unsere alten Menschen, unsere Kinder verlieren", sagte der Yanomami-Anführer Dario Kopenawa in einem Online-Gespräch mit Abgeordneten und Hilfsorganisationen.

Brasilien hat nach den USA mit mehr als 174.000 Toten weltweit die meisten Todesfälle in der Corona-Pandemie zu verzeichnen. Die indigene Bevölkerung ist aufgrund geringerer Abwehrkräfte besonders gefährdet: Fast 40.000 Indigene wurden nach Schätzungen der Dachorganisation der indigenen Völker Brasiliens bisher infiziert, mehr als 880 starben.

Fiona Watson von der Nichtregierungsorganisation Survival International sprach von einem drohenden "Völkermord" an den Yanomami. "Wenn die Behörden jetzt nicht handeln, um die Bergbauarbeiter zu vertreiben und die Ausbreitung des Coronavirus und der Malaria zu stoppen", werde die Lebensgrundlage der Yanomami und anderer indigener Völker unwiederbringlich zerstört, warnte sie.

Indigenen Verbänden und Hilfsorganisationen zufolge arbeiten derzeit etwa 20.000 Bergbauarbeiter illegal auf dem Land der Yanomami, einem 96.000 Quadratkilometer großen Amazonasgebiet im Norden Brasiliens. Die Regierung sprach hingegen nur von 3500 illegalen Arbeitern.

noe/mkü