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Importpreise so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr

·Lesedauer: 2 Min.
Containerverladung in Dortmund (AFP/Ina FASSBENDER)

Die Importpreise haben sich im Juli so stark gegenüber dem Vorjahresmonat verteuert wie seit vier Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die Importpreise um 15,0 Prozent über dem Stand vom Juli 2020. Eine höhere Vorjahresveränderung hatte es demnach zuletzt im September 1981 im Rahmen der zweiten Ölpreiskrise gegeben, als die Importpreise gegenüber September 1980 um 17,4 Prozent in die Höhe geschnellt waren.

Verantwortlich für den starken Anstieg im Juli ist nach Angaben des Bundesamtes einerseits der sogenannte Basiseffekt bei den Preisen für Energieimporte. Denn in der Corona-Pandemie waren die Preise auf den Energiemärkten zeitweilig massiv eingebrochen - entsprechend groß ist der Anstieg im Vergleich zum Juli 2020.

Konkret waren die Energieeinfuhren um 89,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. "Im Juli 2020 war die Nachfrage nach Erdöl wie bereits in den Monaten April bis Juni 2020 aufgrund der Corona-Krise schwach, gleichzeitig gab es nach wie vor einen starken Angebotsüberhang", erklärte das Bundesamt in Wiesbaden. Das Preisniveau des Vergleichsmonats sei deshalb "außerordentlich" niedrig gewesen. Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate für Energie hatten im Juli 2021 Erdgas mit einem Plus von 170,5 Prozent und Erdöl mit einem Plus von 68,9 Prozent.

Allerdings waren die Importpreise auch ohne Berücksichtigung der Energieeinfuhren mit einem Plus von 8,9 Prozent deutlich höher als im Juli 2020. Merklich teurer waren unter anderem Erze, Metalle, Kunststoffe und Holz.

Gegenüber Juli 2020 verteuerten sich vor allem Eisenerze, deren Preis sich mit plus 108,7 Prozent mehr als verdoppelte, gesägtes und gehobeltes Holz (57,4 Prozent), Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten (52,2 Prozent), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (52,0 Prozent), Kunststoffe in Primärformen (42,1 Prozent) sowie Nicht-Eisen-Metallerze (38,1 Prozent).

Zuletzt hatten der deutschen Wirtschaft angesichts dieser Entwicklung zunehmend Lieferengpässe und Preissprünge bei Rohstoffen zu schaffen gemacht. Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) gaben dies 83 Prozent von rund 3000 befragten Unternehmen an.

Teurer waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli auch die Preise für landwirtschaftliche Güter. Sie lagen 10,3 Prozent über denen von Juli 2020. Während sich insbesondere Naturkautschuk (47,8 Prozent), Rohkaffee (33,8 Prozent) und Getreide (17,8 Prozent) "stark verteuerten", seien etwa lebende Schweine nach wie vor zu niedrigeren Preisen (minus 14,0 Prozent) importiert worden, erklärten die Statistiker. Gegenüber dem Vormonat Juni 2021 stiegen die Importpreise insgesamt um 2,2 Prozent.

jm/hcy

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