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Immobilien und Einrichtung von Schlecker werden verkauft

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Ehingen (dapd). Immobilien und Interieur der pleitegegangenen Drogeriekette Schlecker werden schon bald den Besitzer wechseln. Ende November kommen die Einrichtung der Filialen sowie diverse Werkzeuge und Baugeräte unter den Hammer. Die Hanseatische Industrie-Consult (HT) teilte am Dienstag mit, dass am 28. November (Xetra: A0Z24E - Nachrichten) etwa 1.000 Positionen versteigert würden. Derweil schreitet auch der Verkauf der Logistikzentren durch das auf Immobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle voran.

"1. Insolvenzversteigerung des beweglichen Anlagevermögens der Firma Anton Schlecker e.K.", heißt es auf der Internetseite von HT. Auf der Liste der Gegenstände stehen unter anderem 300 Elektro (Sao Paolo: EKTR3.SA - Nachrichten) -Handgeräte, Ladenausstattung mit etwa 5.000 Meter Regalen und zwei Rasentraktoren. Die Versteigerung findet im ehemaligen Zentrallager von Schlecker in Ehingen-Berg statt.

Mitbieten kann jeder. Dafür müssen sich die Interessenten registrieren und am besten vor Ort sein. Schriftliche Gebote werden zwar auch entgegengenommen, die lassen sich dann aber nicht mehr nachbessern. Eine Online-Auktion wird es nicht geben.

"Der Zeitrahmen ist relativ eng gesteckt", sagte HT-Mitinhaber Tom Thomsen der Nachrichtenagentur dapd. Ziel sei es, möglichst schnell viel Geld zu bekommen.

Die Erlöse sollen in die Insolvenzmasse eingehen, aus der die Gläubiger der Drogeriekette bedient werden sollen. HT verdient pro Verkauf 18 Prozent Provision. Eine zweite Auktion sei zunächst nicht geplant, sagte Thomsen. Zum potenziellen Erlös wollte sich Thomsen nicht äußern: "Der Preis wird ja erst durch die Versteigerung ermittelt."

Vermutlich dürften die verkauften Gegenstände die Insolvenzmasse aber nicht besonders anschwellen lassen. Mehr Geld könnten da schon die Immobilien bringen. Jones Lang LaSalle (Berlin: 4J2.BE - Nachrichten) ist mit dem Verkauf von insgesamt 24 Immobilien mit rund 400.000 Quadratmeter Nutzfläche beauftragt, darunter ist die Unternehmenszentrale in Ehingen.

Die ersten Lager könnten in Kürze verkauft werden

"Die ersten Lager können wahrscheinlich in Kürze verkauft werden", sagte ein Sprecher des Schlecker-Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz. Für jedes gebe es inzwischen Interessenten. Stefan Langner, Leiter des mit dem Verkauf beauftragten Teams bei Jones Lang LaSalle, rechnet mit ersten Abschlüssen noch in diesem Jahr.

"Das Feedback ist durchaus positiv zu bewerten", sagte er. Bei der Hälfte der Logistikimmobilien gebe es ernsthafte Gespräche. Schwieriger werde aber der Verkauf der Unternehmenszentrale. "Da wird uns etwas einfallen, das ist aber kein Selbstläufer", sagte er. Die Chance auf einen Verkauf "en bloc" an einen Interessenten sei vergleichsweise gering.

Allerdings dürften auch die Verkäufe nicht ausreichen, um letztlich alle Gläubiger zu bedienen - und das, obwohl auch die Auslandsgesellschaften inzwischen Käufer gefunden haben. Zuletzt wurde mit Schlecker Spanien die erfolgreichste Auslandsgesellschaft nach spanischen Medienberichten für 70,5 Millionen Euro veräußert.

Gläubiger fordern über eine Milliarde Euro

Insgesamt fordern die Gläubiger über eine Milliarde Euro. Für sie werde aber nicht allzu viel zu holen sein, hatte Geiwitz Anfang September gesagt. "Viel Geld werden sie nicht bekommen. Es ist für viele Gläubiger sicher eine Enttäuschung, aber mehr ist nicht drin".

Inzwischen zeigte Geiwitz drohende Masseunzulänglichkeit an, weil die Vermittlungsquote der vormals 25.000 Angestellten so gering ist, dass die Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit an die Insolvenzmasse voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen Schlecker und weitere Beschuldigte wegen Verdachts auf Untreue, Insolvenzverschleppung und Bankrott. So besteht der Verdacht, dass Anton Schlecker bereits 2009 von der drohenden Insolvenz gewusst und sein Vermögen auf seine Familie übertragen hat. Auch Geiwitz geht gegen die Übertragung der Familienvilla auf Schleckers Frau vor und will die Immobilie in die Insolvenzmasse holen.

Die Prüfung dauert noch an. Auch die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ziehen sich hin. Eine Sprecherin sagte auf Anfrage, die Ermittler seien derzeit "mittendrin". Die Sprecherin rechnet mit ersten Ergebnissen im Sommer 2013 - "wenn es schnell geht".

(Informationen über die Auktion: http://www.ht-kg.de)

dapd

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