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Ikea räumt Beteiligung von DDR-Zwangsarbeitern an Möbelproduktion ein

Berlin (dapd). Der schwedische Möbelhersteller Ikea hat den Einsatz politischer Gefangener bei der Produktion von Möbeln in der DDR eingeräumt. Das Unternehmen stellte am Freitag in Berlin eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfer Ernst und Young vor.

Danach wussten auch Mitarbeiter von Ikea von der Beschäftigung von Zwangsarbeitern für die Möbelproduktion, mangels hinreichender konzerninterner Kontrollmechanismen wurde das nicht verhindert.

Obwohl Schritte unternommen worden seien, "um sicherzustellen, dass Gefangene nicht für die Herstellung eingesetzt wurden, ist nun klar, dass diese Maßnahmen nicht wirkungsvoll genug waren", erklärte der Möbelhersteller. Die für Nachhaltigkeit zuständige Managerin Jeanette Skjelmose bedauerte dies: "Der Einsatz von politischen Gefangenen in der Produktion wurde vom Ikea Konzern zu keinem Zeitpunkt akzeptiert."

Ikea sei weiter daran interessiert, "zur Aufklärung der Produktionsbedingungen in der ehemaligen DDR beizutragen". Deshalb unterstütze der Konzern ein Forschungsprojekt der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft zur Zwangsarbeit in der ehemaligen DDR.

Die DDR-Opferhilfe nannte die Studie unwissenschaftlich, da sie nicht von "unabhängiger fachkompetenter Seite" erstellt worden sei. Der Verein forderte die Gründung eines Entschädigungsfonds.

dapd

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