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IG Metall will Sonderurlaub für Eltern - Lösung 'völlig unzureichend'

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - IG-Metall-Chef Jörg Hofmann fordert bei einer Verlängerung des Lockdowns mehr Unterstützung für Eltern. "Wenn Kitas und Schulen im Januar länger geschlossen bleiben, brauchen wir echten Sonderurlaub für Eltern", sagte der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft der "Welt" (Mittwoch). Dabei dürfe es keinen Unterschied machen, ob jemand im Homeoffice sei oder in den Betrieb gehe. "Wer arbeitet, arbeitet, wer betreut, betreut." Er erwarte von der Regierung, dass sie tragfähige Lösungen finde, sagte er der Zeitung. "Was jetzt vorliegt, ist völlig unzureichend."

Bund und Länder hatten in ihrem Beschluss zum Lockdown bis 10. Januar zusätzliche Möglichkeiten für Eltern versprochen, in dem Zeitraum bezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung zu nehmen. Jüngst hatte auch die Bundeselternvertretung für Kita-Kinder verlässliche Regelungen zum Sonderurlaub für Eltern gefordert. Zudem ist offen, wie es an den Schulen weiter geht. Der Deutsche Lehrerverband erklärte am Mittwoch, er erwarte nicht, "dass vollständiger Präsenzunterricht ab dem 11. Januar wieder möglich ist".

Hofmann forderte zudem mehr Anstrengungen für den Ausbau der Elektromobilität. "Wir müssen den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit grünem Strom beschleunigen, sonst sind die klimapolitischen Zielsetzungen hinfällig." Das Kaufinteresse der Kunden werde fallen, wenn sie die ersten Schlangen vor der Schnellladesäulen sähen.

Sollte es nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr zu einer schwarz-grünen Koalition kommen, hat Hofmann mit Blick auf die Autobranche hohe Erwartungen an die Grünen. "Sie müssten hier unter Beweis stellen, dass sie die Energiewende und den Ausbau der Ladeinfrastruktur besser voranbringen", sagte er der "Welt". "Schaut man Landesregierungen mit grüner Beteiligung an, ist dies keine Selbstverständlichkeit." Er glaube aber, dass die Sensibilität für Schlüsselbranche auch bei den Grünen gewachsen sei.