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IG Metall stellt Jobsicherheit ins Zentrum der Tarifgespräche

·Lesedauer: 2 Min.
Fahne der IG Metall
Fahne der IG Metall

In der anstehenden Tarifrunde will die Gewerkschaft IG Metall die Jobsicherheit für die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie ins Zentrum ihrer Forderungen stellen. Darauf verständigte sich der Vorstand der IG Metall bei seiner Sitzung am Montag, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Vorstand empfiehlt demnach den regionalen Tarifkommissionen, ein Zukunftspaket unter anderem mit geringerer Arbeitszeit zu fordern.

Im Kern solle es darum gehen, einen tariflichen Rahmen für optionale Modelle der Arbeitszeitabsenkung wie die Vier-Tage-Woche mit Teillohnausgleich sowie Zukunftstarifverträge zu schaffen, erklärte die IG Metall. Damit sollen tariflich Mindeststandards für alle Betriebe festgelegt werden, die solche Optionen nutzen. 

Zur Stärkung der Einkommen und für die Finanzierung der Beschäftigungssicherung wie den Teillohnausgleich bei Arbeitszeitabsenkung will die Gewerkschaft ein Plus von insgesamt bis zu vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fordern. Der IG-Metall-Vorstand fordert von den Arbeitgebern außerdem weitere Schritte, um Arbeitszeiten und Lohn ostdeutscher Beschäftigter anzugleichen. Auch tarifliche Regelungen zur Verbesserung der Ausbildung und des dualen Studiums, insbesondere die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten, stehen demnach im Forderungskatalog.

"Angesichts der schon bestehenden coronabedingten Belastungen wie Kurzarbeit und Arbeitsplatzabbau ist es ein Gebot der Gerechtigkeit, die Folgen der Krise nicht noch weiter auf den Schultern der Beschäftigten abzuladen", begründete IG-Metall-Chef Jörg Hofmann die Forderungen. "Die Vier-Tage-Woche kann eine Antwort sein, um auf lange Sicht Beschäftigung zu sichern." Die digitale und ökologische Transformation werde Jahre dauern, auch unabhängig von der wirtschaftlichen Lage der Betriebe. Dieser Wandel könne allein mit Kurzarbeit nicht abgefedert werden.

Die regionalen Tarifkommissionen beraten und beschließen nun am 17. November über ihre Forderungen. Am 26. November wird sich der Vorstand der IG Metall mit den Beschlüssen der Tarifkommissionen befassen und die Forderung abschließend festlegen. Die Verhandlungen beginnen Mitte Dezember in den Tarifgebieten.

muk/ilo