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IG Metall fordert in der Stahlindustrie fünf Prozent

Sprockhövel (dapd). Die IG Metall geht mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Geld in die Tarifverhandlungen für die rund 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Das beschloss die Tarifkommission der Gewerkschaft am Dienstag in Sprockhövel.

Der nordrhein-westfälische Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler, sagte, angesichts steigender Verbraucherpreise und wachsender Produktivität müssten "auch die Einkommen ordentlich steigen". Außerdem will die Gewerkschaft eine Erneuerung der auslaufenden Tarifverträge zur Altersteilzeit und Beschäftigungssicherung durchsetzen und dringt auf verbesserte Möglichkeiten des Übergangs in Altersteilzeit.

Die IG Metall bewertet die Situation in der Stahlindustrie trotz der niedrigen Auslastung vieler Werke als "durchaus stabil". Es gebe begründete Aussichten auf ein gesteigertes Wachstum im zweiten Halbjahr 2013.

Im vergangenen Jahr hatte die Konjunkturkrise in Europa tiefe Spuren auch auf dem deutschen Stahlmarkt hinterlassen. Die Kapazitätsauslastung sank nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl auf 84 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit 1996, das Krisenjahr 2009 ausgenommen. Auch in diesem Jahr rechnet die Branche nicht mit einer durchgreifenden Erholung.

dapd