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IG Metall empfiehlt Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn

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Leinfelden-Echterdingen (dapd). Die Große Tarifkommission der IG Metall Baden-Württemberg empfiehlt, bei den anstehenden Tarifverhandlungen ein Lohnplus von 5,5 Prozent zu fordern. Darauf verständigte sich das Gremium am Dienstag in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. "Wir wollen im Tarifjahr 2013 deutliche Impulse für mehr Kaufkraft setzen", sagte der IG (London: IGG.L - Nachrichten) -Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann. Deutschland brauche eine stärkere Konsumnachfrage.

Das Jahr 2012 sei ein gutes Jahr für die Unternehmen der Branche gewesen, sagte Hofmann. Umsätze, Beschäftigung und Gewinne seien die Aushängeschilder des Erfolgs gewesen. "Und für 2013 ist kein Abbruch erkennbar. Mit diesem Rückenwind können wir unsere Forderungen selbstbewusst aufstellen", betonte der IG-Metall-Bezirksleiter.

Die Empfehlung der IG Metall für die rund 740.00 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten beinhaltet neben der Lohnerhöhung keine weiteren Forderungen. Hofmann sagte, dies hätte ansonsten einer längeren Vorbereitung bedurft. Die endgültige Forderung soll am 13. März beschlossen werden, der Verhandlungsauftakt ist für 21. März geplant. Der im vergangenen Jahr ausgehandelte Tarifvertrag endet am 30. April.

Die Empfehlung ist auch bundesweit von Bedeutung. In den vergangenen Jahren waren in Baden-Württemberg viele Pilotabschlüsse erzielt worden, die länderübergreifend übernommen wurden. Ob es auch dieses Mal so kommen wird, konnte Hofmann nicht sagen. "Ich weiß nicht, wer am Steuerknüppel sitzen wird. Wir werden uns aber kräftig anstrengen, dass wir ergebnisorientiert mitgestalten", sagte der Gewerkschafter.

dapd