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IG-Metall-Chef Huber will härteren Kurs in Aufsichtsräten

AKTUELLER KURS

SymbolKursVeränderung
IGG.L734,00+4,50
TKA.DE23,310,05
FSTC0,00150,0000
VLKAY49,020,28
SIE.TI98,100,20

München (dapd). Nach dem Skandal um die Rolle von IG (London: IGG.L - Nachrichten) -Metall-Vorstand Bertin Eichler im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) hat Gewerkschaftschef Berthold Huber eine härtere Gangart der Metaller in Kontrollgremien von Konzernen angekündigt. "Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten müssen den Mut finden, auch mal etwas nicht mitzutragen", sagte Huber am Wochenende der "Süddeutschen Zeitung". Es könne nicht sein, dass sich Gewerkschafter in den Aufsichtsräten im Zweifel auf die Seite der Firmenvorstände stellten.

Huber verlangte von den Arbeitnehmervertretern, sich wieder stärker auf ihre Rolle als Gewerkschafter zu besinnen. "Wir brauchen Leute, die die Werte der Arbeitnehmer in den Kontrollgremien vertreten", erklärte der IG-Metall-Chef. Huber sitzt selber in Aufsichtsräten von Großkonzernen wie Volkswagen (Other OTC: VLKAY - Nachrichten) und Siemens (TLO: SIE.TI - Nachrichten) . Er musste sich im vergangenen Jahr Kritik daran gefallen lassen, dass er in dieser Position Managergehälter in Rekordhöhe mitgetragen hatte.

Eichler hatte im Januar eingeräumt, als IG-Metall-Vertreter im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp auf Kosten des verlustreichen Stahlkonzerns mehrere Male erster Klasse geflogen zu sein, um dort geschäftliche Aktivitäten mit einem Touristenprogramm zu verbinden. Zwar sind solche Reisen nicht verboten. Doch hatten sie eine Debatte über die zu große Nähe von Kapitalvertretern und Gewerkschaftern in Aufsichtsräten ausgelöst.

Eichler hatte aus Konsequenz aus dem Skandal seinen Rückzug aus dem ThyssenKrupp-Aufsichtsrat angekündigt. Er will dem Konzern zudem die Differenz von First (Other OTC: FSTC - Nachrichten) -Class- zu Business-Class-Flügen aus eigener Tasche erstatten.

dapd

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