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Ifo: Kurzarbeit sinkt - aber langsamer

·Lesedauer: 1 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Kurzarbeit in Deutschland sinkt langsamer. Im Oktober ging die Zahl der Betroffenen um rund 450 000 auf knapp 3,3 Millionen zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch auf Basis von Schätzungen und Berechnungen mitteilte. Zuvor habe der Rückgang noch rund eine Million Beschäftigte pro Monat betragen. Der Anteil der von Kurzarbeit betroffenen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank binnen Monatsfrist von 11 auf 10 Prozent.

"In der Industrie hält sich die Kurzarbeit besonders hartnäckig", sagte Sebastian Link, Arbeitsmarkt-Experte beim Ifo. Dort liegt ihr Anteil mit 19 Prozent fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. "Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau", sagte der Experte.

Besonders hoch ist der Anteil der Kurzarbeiter im Gastgewerbe, wo er laut Ifo-Institut sogar knapp 26 Prozent beträgt. Im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie Zeitarbeit, Messeveranstaltern und Reisebüros sowie Reiseveranstalter sind es 17 Prozent.