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Ifo: Fast jedes zweite Familienunternehmen vor der Übergabe

Fast die Hälfte der Familienbetriebe in Deutschland befinden sich in der zweiten und dritten Generation. Bei vielen steht eine Übergabe an. Doch die jüngere Generation hat oftmals andere Pläne.

Fast die Hälfte der Familienbetriebe in Deutschland befinde sich in der zweiten und dritten Generation.
Fast die Hälfte der Familienbetriebe in Deutschland befinde sich in der zweiten und dritten Generation. (Jan Woitas/dpa)

München - Fast die Hälfte der vom Ifo-Institut befragten Familienbetriebe steht vor der Übergabe an die nächste Generation. Bei den größeren Familienunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern planten 50 Prozent die Übergabe in den nächsten drei Jahren, sagte Ifo-Expertin Annette von Maltzan.

Immer weniger Familienbetrieb mit familieninterner Nachfolge

Aber 42 Prozent aller befragten Unternehmen hätten noch keinen Nachfolger für die Geschäftsleitung aus der Familie. Auch in den Aufsichtsräten sei Nachwuchs aus den eigenen Reihen rar: «Nur ein Viertel der Unternehmen kann das Gremium mit Familienmitgliedern nachbesetzen.»

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Fast die Hälfte der Familienbetriebe befinde sich in der zweiten und dritten Generation, fünf Prozent seien schon vor 1900 gegründet worden. Aber zuletzt habe nur ein Drittel der Unternehmen eine familieninterne Nachfolge hinbekommen, heißt es in der Studie.

Größte Familienunternehmen Deutschlands nach Umsatz im Jahr 2022 (in Millionen Euro/ Quelle: Die Deutsche Wirtschaft; Unternehmensangaben)
Größte Familienunternehmen Deutschlands nach Umsatz im Jahr 2022 (in Millionen Euro/ Quelle: Die Deutsche Wirtschaft; Unternehmensangaben) (Die Deutsche Wirtschaft; Unternehmensangaben)

Bis 2026 stünden durchschnittlich 38.000 Übergaben pro Jahr an. Die Berufswege der jüngeren Generation würden jedoch zunehmend durch individuelle Interessen bestimmt und verliefen außerhalb des elterlichen Unternehmens, erklärten die Wirtschaftsforscher. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, beklagte auch schlechte Rahmenbedingungen: «Bürokratie, Energiepreise, Fachkräftemangel und Steuerlast entmutigen die Nachfolgegeneration.»

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