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IDNow erhält 60 Millionen Euro Kreditfinanzierung von Blackrock

Felix Haas hat IDNow 2014 mitgegründet, sich aber vor drei Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. - Copyright: IDnow
Felix Haas hat IDNow 2014 mitgegründet, sich aber vor drei Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. - Copyright: IDnow

IDNow erhält 60 Millionen Euro neues Kapital – in Form einer Kreditfinanzierung aus Fonds des Vermögensverwalters Blackrock. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit dem Geld wolle das Münchener Startup seine Plattform weiter ausbauen. Außerdem soll es für „strategische Initiativen“ dienen, wie es in der Pressemitteilung heißt, darunter neue Lösungen für die Identitätsprüfung, die Expansion und mögliche Übernahmen.

Zuletzt hatten Exit-Gerüchte im Raum gestanden. Bereits im März hatten FinanceFWD und der nicht-öffentliche Fachdienst Mergermarkets berichtet, dass IDNow zusammen mit der Investmentbank Goldman Sachs einen möglichen Verkauf sondiert. Anfang Juli berichtete Mergermarkets dann unter Bezugnahme auf Insider, dass ein Verkauf in den nächsten Wochen bevorstehe. Zu etwaigen Exit-Plänen wollte sich das Unternehmen auf Anfrage von Gründerszene nicht äußern.

Vor diesem Hintergrund könnte IDNow die Kreditfinanzierung nutzen, um vorerst anorganisch weiter zu wachsen. Schon zuvor hatte das Unternehmen auf Zukäufe gesetzt: Erst im vergangenen Jahr übernahm IDNow den nur wenig kleineren französischen Konkurrenten und dortigen Marktführer für Identitätsprüfungs-Technologie Ariadnext. Der Kaufpreis soll Berichten zufolge rund 50 Millionen Euro betragen haben.

ID Now bietet Identifikations-Dienste per Video an. Über Künstliche Intelligenz prüft die Firma etwa, ob auf Ausweisdokumenten alle Sicherheitsmerkmale vorhanden sind. Das Startup hat neben Deutschland auch Niederlassungen in Großbritannien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Frankreich. Eigenen Angaben zufolge zählt IDNow über 900 internationale Kunden.

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