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IBM Deutschland will Teile der Service-Sparte verkaufen

IBM Deutschland will Teile der Service-Sparte mit mehreren hundert Beschäftigten an IT-Dienstleister Bechtle verkaufen.

Die deutsche Landesgesellschaft des amerikanischen IT-Riesen IBM hat am Montag intern angekündigt, Teile der Service-Sparte IBM Global Technology Services (GTS) an den IT-Dienstleister Bechtle verkaufen zu wollen. Das erfuhr die „WirtschaftsWoche“ aus Unternehmenskreisen. Von der Auslagerung sollen deutschlandweit Supportstellen im mittleren dreistelligen Bereich betroffen sein. Es handelt sich dem Vernehmen nach um mehrere hundert Jobs zur Software-Wartung und -Implementierung bei IBM-Unternehmenskunden. Sie sollen den Plänen zufolge bis Mitte dieses Jahres auf Basis eines Betriebsteilübergangs zu Bechtle wechseln.

Die Geschäfte von IBM leiden seit Jahren unter dem Boom von Cloud Computing: Kunden kaufen keine Software mehr, sondern mieten sie über das Internet. Das belastet das Stammgeschäft. In den vergangenen Jahren hat IBM daher mehrfach Teile seines Hardwaregeschäfts verkauft und sich auf Software und IT-Dienstleistungen konzentriert. Bei Cloud-Lösungen ist jedoch der Beratungsbedarf geringer, weshalb IBM auch immer mehr Support-Aufgaben an Partner auslagert. Zuletzt beschäftige IBM hierzulande rund 16.000 Mitarbeiter.

Auf Anfrage hat IBM „Verhandlungen über eine Partnerschaft zwischen unserer GTS Infrastructure Delivery Organisation und Bechtle AG“ bestätigt. Man wolle die Mitarbeiter über den weiteren Fortgang der Gespräche informieren.