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IAA Nutzfahrzeuge muss wegen Corona-Einschränkungen ausfallen

Der für Ende September geplante Branchentreff in Hannover entfällt in diesem Jahr. Die nächste IAA Nutzfahrzeuge findet nun erst 2022 statt.

Die Messe findet normalerweise im jährlichen Wechsel mit der IAA für Pkw statt. Foto: dpa

Die IAA Nutzfahrzeuge muss wie viele andere internationale Messen in Hannover wegen der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr ausfallen. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter der wichtigsten Fachausstellung der Branche am Mittwoch in Berlin mit.

Ursprünglich war die Ausstellung in der niedersächsischen Landeshauptstadt vom 24. bis 30. September geplant. Dort mussten aber auch schon andere Termine wie die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe abgesagt werden. Großveranstaltungen sollen außerdem generell bis mindestens Ende August verboten bleiben.

„In vielen Ländern gibt es Reisebeschränkungen, die noch etliche Monate einzuhalten sind“, erklärte VDA ergänzend. „Der direkte Austausch auf einer Messe ist im Rahmen der Corona-Pandemie nicht mehr mit dem Anspruch der IAA vereinbar.“ Die Viruskrise habe zwar die Bedeutung der Nutzfahrzeugbranche mit wichtigen Transporten und der „Aufrechterhaltung der öffentlichen Lebensversorgung“ gezeigt.

Aber zugleich seien die wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen und für die IAA enorm. Große Lkw- und Bus-Anbieter wie MAN oder Daimler mussten etwa zeitweilig ihre Werke schließen.

Die Absage sei „nicht leicht gefallen“, so der Verband. Es habe jedoch keine Möglichkeit gegeben, die Messe in gewohnter Art durchzuführen – daher habe man die Aussteller und die Deutsche Messe AG in Hannover früh informieren wollen. Die Nutzfahrzeug-IAA findet normalerweise im jährlichen Wechsel mit der IAA für Pkw statt. Die nächste Auflage der Schau für Nutzfahrzeuge wird nun für September 2022 angepeilt.

Die Frankfurter Messegesellschaft hat derweil die für September geplanten Großmessen „Light + Building“ und „Automechanika“ abgesagt. Nach den jüngsten Ankündigungen der Regierung zur Corona-Pandemie könne keine Garantie gegeben werden, dass Großveranstaltungen zu diesem Zeitpunkt stattfinden könnten, hieß es zur Begründung. Unnötige Kosten für Besucher und Aussteller müssten vermieden werden.

Für beide Messen wurden neue Termine festgelegt. Die nächste Automechanika soll vom 14. bis zum 18. September 2021 stattfinden und dann ihren Zweijahresturnus in den ungeraden Jahren weiterführen. Die Baufachmesse Light + Building ist für den 13. bis 18. März 2022 geplant und bleibt damit in den geraden Jahren. Die Buchmesse des Deutschen Börsenvereins steht für den Oktober noch im Messeplan.