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iConsent: In Dänemark gibt es eine neue App für einvernehmlichen Sex

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

In Dänemark gibt es nun eine App, die sich nur um das eine dreht: die Einwilligung zum Sex. iConsent heißt sie - und stößt fast durchweg auf Ablehnung.

Young woman lying at the bed in her bedroom and using smartphone.
Vor dem Sex noch schnell einen digitalen Vertrag unterzeichnen - macht das Sinn? Die Dänen sind fast einhellig einer Meinung (Symbolbild: Getty Images)

Ein verschärftes Sexualstrafrecht macht in Dänemark eine ausdrückliche Zustimmung zum Geschlechtsverkehr neuerdings zur Pflicht - alles andere gilt als Vergewaltigung. Am 17. Dezember trat das entsprechende Gericht in Kraft, und natürlich dauerte es nicht lange, bis eine dazu passende App auftauchte.

iConsent heißt sie und soll dabei helfen, die Fronten des einvernehmlichen Sex eindeutig zu klären. Über die Telefonnummern können die jeweiligen Parteien sich vernetzen und innerhalb einer halben Minute eine Art digitalen Vertrag abschließen. Dieser gilt für jeweils einen Geschlechtsakt, ist für 24 Stunden gültig und kann jederzeit widerrufen werden.

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Nicht nur soll diese Methode sicherstellen, dass beide Seiten tatsächlich ohne Missverständnisse ihr Einverständnis geben, sie soll notfalls auch als Beweismittel dienen können. iConsent speichert die digitalen “Verträge” in verschlüsselter Form, was es möglich macht, sie später noch einmal aufrufen und vorlegen zu können.

Ablehnung von fast allen Seiten

Die Reaktionen auf ihre App hatten sich die Entwickler wohl nicht träumen lassen. Diese rangieren in den dänischen Medien von “unsinnig” bis “schrecklich schlechte Idee”. Rechtsanwälte warnten, dass eine Zustimmung per App vor Gericht kaum Bestand haben würde, und selbst diejenigen, die am Gesetzgebungsprozess beteiligt waren, sprachen von einem Missverständnis.

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Bei dem Gesetz gehe es nicht darum, einen Vertrag zu unterzeichnen, sondern auf den potentiellen Sexpartner einzugehen, miteinander zu sprechen und auf Signale zu achten.

“Es ist eine Fähigkeit, andere sexuell zu lesen”, wird der Arzt und Sexologe Jesper Bay-Hansen von der Zeitung “Berlingske” zitiert. “Wenn wir das in eine App verschieben, dann bringen wir uns um einen Teil der Möglichkeiten, diese Fähigkeit zu erlernen.”

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