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Hyundai und Kia sprechen nicht mit Apple über Bau von Autos

Jahn, Thomas
·Lesedauer: 2 Min.

Hyundai und Kia überraschen die Märkte: Es gebe aktuell keine Gespräche mit Apple über eine Autoproduktion. Zuvor hatte es wohl wochenlange Verhandlungen gegeben.

Die Nachricht überrumpelt die Börse: Der südkoreanische Autobauer Hyundai und seine Tochterfirma Kia sind nach eigenen Angaben derzeit nicht in Gesprächen mit dem US-Elektronikriesen Apple zum Bau autonom fahrender Autos. Das teilten die Unternehmen am Montag in Mitteilungen an die Börse in Seoul mit und reagierten damit auf sich verdichtende Spekulationen.

Hyundai und Kia bekämen von einer Reihe von Unternehmen Anfragen zur gemeinsamen Entwicklung selbstfahrender Elektroautos, es sei aber noch nichts entschieden, hieß es weiter. Die Aktien von Hyundai verloren zuletzt gut fünf Prozent, die Papiere von Kia rund 14 Prozent.

In den Wochen zuvor hatte es zahlreiche Berichte von Experten und Medien über eine Partnerschaft zwischen den südkoreanischen Konzernen und Apple gegeben. Anfragen bei Hyundai und Kia zu einer Kooperation wurden im Januar nicht dementiert.

Doch jetzt kommt die Kehrtwende. Details zu den Gründen gibt es bislang nicht. Allerdings ist anzunehmen, dass es ähnliche Schwierigkeiten wie bei Apples Verhandlungen mit anderen Autoherstellern gab. Das Kernproblem: Apple will die vergleichsweise margenschwache Autoproduktion an einen Hersteller oder Lieferanten auslagern, während es margenstarke Dienstleistungen wie Software oder Over-The-Air-Updates selbst anbieten möchte.

Daran scheiterten verschiedene Gespräche mit Autofirmen, die Apple seit mehr als fünf Jahren führt. Nach der Aussage eines hochrangigen deutschen Automanagers verhandelte Apple auch ergebnislos mit allen deutschen Herstellern.

Der Abbruch der Verhandlungen in Korea heißt aber nicht, dass Apple sich von seinen Autoplänen verabschiedet. Erst vor wenigen Wochen warb der iPhone-Konzern Manfred Harrer ab, der zuvor bei Porsche den Geländewagen Cayenne verantwortete.

Bei Apples „Projekt Titan“ arbeiten einige hochrangige Automanager. Chef ist seit 2018 Doug Field. Er war einst für die Apple-Hardware zuständig, bevor er die Entwicklung des Tesla Model 3 übernahm. Auch Steve McManus arbeitet dort, der sich einst bei Aston Martin um die Technik und danach bei Tesla um die Innenausstattung kümmerte.